Schausteller hadern mit der Stadt Jülich

Von: bw/gep
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Diie Schausteller der Jülicher Sommerkirmes klagen über zu wenig Besucher. Foto: Wickmann

Jülich. Blauer Himmel, viel Sonne und angenehme Temperaturen sind eigentlich Garanten für eine gut besuchte Kirmes. Doch obwohl die Gäste auch diesmal die Vielfalt an Fahrgeschäften lobten, war die Stimmung bei den Schaustellern der Jülicher Sommerkirmes nicht ungetrübt.

Gertrud Vent aus Jülich ist schon seit vielen Jahren auf dem Schlossplatz mit ihrem Kinderkarussell vertreten, aber in diesem Jahr bleibt schlicht die Kundschaft weg. „Problematisch ist die Splittung der Kirmes in zwei Teile. Einer auf dem Schlossplatz und einer auf dem Marktplatz; die Entfernung ist nicht gut für das Geschäft.”

Sascha Grass aus Eschweiler, der mit seiner Schießbude schon seit langem bei der Sommerkirmes vertreten ist, sieht die Problematik noch woanders liegen. „Uns belastet im Moment immens die Konkurrenz zum Brückenkopfpark, der bei diesem Wetter auch für viele Leute ein interessantes Ausflugsziel ist.”

So sieht es auch Günter Lütteke, der mit seinem Fahrgeschäft „Movie Star” auf dem Markt steht. Die Schausteller würden sich in Zukunft von der Stadt wünschen, dass die Stände der Kirmes konzentriert werden, um so mehr Publikum zu locken.

Die Stadtverwaltung zeigt Verständnis für die Sorgen der Schausteller, sieht aber nur einen begrenzten Handlungspielraum. Die Kirmes sei schon immer räumlich zweigeteilt gewesen, sagt Hans Pinell vom Ordnungsamt. Wolle man die Fahrgeschäfte und Kirmesbuden konzentrieren, müsse man sie auf den Schlossplatz konzentrieren. Das gehe aber dann zwangsläufig zu Lasten des Angebotes in der Breite. Die Christina-Kirmes in November werde wieder auf dem Walramplatz und in der Innenstadt veranstaltet werden, da zu dieser Zeit bereits der Aufbau des Weihnachtsmarktes auf dem Schlossplatz beginne.

In der Vergangenheit habe man die Lücke zwischen den Kirmes-Standorten mit einem Trödelmarkt schließen können. Doch im Zeitalter der Internet-Versteigerungsplattform ebay fänden sich für Trödelmärkte weder genügend Anbieter noch schlagkräftige Veranstalter. Generell bestehe das Problem, so Pinell, dass Volksfeste rückläufige Besucherzahlen verbuchten, weil das Geld nicht mehr so locker sitze. Auch spiele das Wetter eine Rolle, es dürfe nicht „zu warm” sein. Pinell räumte ein, dass es Koordinierungsbedarf bei Veranstaltungen gebe.

Auch er sei „überrascht”, dass gleichzeitig zur Sommerkirmes das Indeland-Fest im Brückenkopf-Park stattgefunden habe. Solche Überschneidungen habe es in der Vergangenheit nicht gegeben. Aber die Brückenkopf-GmbH, die eine Tochtergesellschaft der Stadt ist, entscheide eigenständig.

Jedoch werde das Ordnungsamt das Management des Parks frühzeitig über die Terrmine des Jahres 2010 informiert: Pinell: „Es ist sinnvoll, dass man sich abstimmt.”
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