Schaufenstergalerie: Attraktive Bereicherung des Stadtbildes

Von: Kr.
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Die Schaufenster-Galerie, die Hilde Gottfroh organisierte, ist ein echter Blickfang während des Linnicher Kultursommers. \ Foto: Kròl

Linnich. Von Anbeginn des Linnicher Kultursommers gehört die Schaufenstergalerie mit zum Programm. Mal mehr, mal weniger Künstler stellen über mehrere Wochen ihre Kunstwerke in die Schaufenster der Linnicher Geschäfte. In dieser Zeit lohnt sich ein Bummel durch die Stadt, denn an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen.

Besonderes Augenmerk versuchten die Organisatoren, in den vergangenen Jahren war dies Lore Hilger, heute kümmert sich Hilde Gottfroh um die Galerie, die leer stehenden Ladenlokale aufzuwerten. Doch dies, so berichtete Hilde Gottfroh, gestaltete sich in diesem Jahr recht schwierig. Viele Eigentümer wollten ihre Ladenlokale nicht mehr zur Verfügung stellen. So sind nur fünf Schaufenster in leerstehenden Geschäften geschmückt. Unter anderem hat Gerd Jerathe diese Möglichkeit genutzt, seine Drechsel- und Holzarbeiten auszustellen. Neben seinen Holzarbeiten wird in den Ladenlokalen, insgesamt haben sich 15 Geschäfte und 25 Künstler beteiligt, ein breites Spektrum geboten.

Der Schwerpunkt liegt natürlich auf der Malerei, daneben gibt es Schmuck, Holz und sogar individuelle Kinderkleidung. Mit von der Partie ist auch Gisela Keller aus Linnich, die einige ihrer Bilder im Café Schrapper und Computer H&R zeigt. Seit Jahren an den Rollstuhl gebunden, hat sie in der Malerei eine Erfüllung gefunden. Aus der Phantasie heraus entstehen ihre Bilder und in Öl oder Acryl auf Leinwand oder Aquarellstiften gibt sie das wieder, was ihr im Kopf herumgeht. Eine Ausstellung hat sie bereits mit mehreren Künstlern in Korschenbroich gestaltet, und als sie durch einen DRK-Mitarbeiter von der Schaufenstergalerie erfuhr, war sie direkt von der Idee begeistert. Er stellte den Kontakt zu Hilde Gottfroh her.

Stolz ist Gisela Keller, dass sie einmal ihre Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit zeigen kann. Obwohl sie erst recht spät und fast gegen Ende der Aktion dazu stieß, hat sie schon positive Rückmeldungen erhalten. Dabei geht es ihr gar nicht so sehr darum, ihre Bilder zu verkaufen. Sie möchte mit ihrer Malerei die Menschen erfreuen und ihnen etwas Schönes bieten.

Dies ist auch der eigentliche Sinn und Zweck der Aktion. Zum einen soll das Straßenbild eine Aufwertung erfahren und die Bürger dazu verleiten, auch einmal zu Fuß durch die Stadt zu schlendern. Zum anderen soll es Künstlern und Hobbykünstlern der Region die Möglichkeit bieten, sich der Öffentlichkeit vorzustellen. Nun hofft Hilde Gottfroh, dass nach den Schwierigkeiten in diesem Jahr die Sache nicht einschläft und im nächsten Jahr sich wieder mehr Eigentümer bereit erklären ihre leeren Geschäftslokale zur Verfügung zu stellen. Großen Anklang, so sagt sie aber auch, findet die Schaufenster-Galerie bei den übrigen Geschäftsleuten. Wer allerdings die Ausstellung noch sehen möchte, muss sich ein wenig sputen. Am 30. August ist die Aktion, die am 1 .Juli begann, beendet.

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