Schau zeigt „Werke der Barmherzigkeit“

Von: ptj
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Junge Christen aus Düren und Nörvenich führen gerne durch ihre selbst gestaltete Ausstellung „Werke der Barmherzigkeit“. Foto: Jagodzinska

Jülich. Gemeindereferentin und Projektleiterin der City-Kirche Jülich, Beate Ortwein, freute sich über die zweite Ausstellung im Rahmen des Projektes „in kurzer Zeit und im erfreulich großen Rahmen“. Gemeint war der Besuch des Bischofs Dr. Helmut Dieser, der vor dem Dankgottesdienst zum vierjährigen Bestehen der Pfarrei „Heilig Geist“ die Ausstellung „Werke der Barmherzigkeit“ eröffnete.

Jugendliche Christen aus Düren und Nörvenich hatten das Kunstprojekt im Vorfeld ihrer gemeinsamen Fahrt zum Weltjugendtag nach Krakau gestaltet, dessen Thema war: „Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden“. Einige Mitglieder der Jugendgruppe boten Einblicke in die Ausstellung und standen nach dem Gottesdienst gerne zu Führungen bereit.

„Der Begriff Barmherzigkeit ist veraltet und war uns nicht ganz klar“, sagten sie und betonten ihre „relativ persönliche Umsetzung, damit Jugendliche wie wir wieder mehr in Verbindung mit Kirche treten können“. Beispielhaft stellten sie eine der zehn Schautafeln zum Thema vor, deren Mitte mit dem schwungvoll geschriebenen Begriff „Barmherzigkeit“ gefüllt ist. Aus den 14 möglichen Werken der Barmherzigkeit haben Anna Rubel und Anja Nießen sechs ausgewählt, die am Rande des Schriftzuges auf rot/blau gepunktetem Bildhintergrund zu lesen sind: Für Verstorbene beten, Kranke besuchen, Trauernde trösten, Hungernde speisen, Tote begraben und Obdachlose aufnehmen.

Eine weitere Stele, gestaltet von Anja Minder, zeigt blaue Hände und grüne Sprechblasen auf gelbem Grund. Die Hände stehen für „körperliche Werke der Barmherzigkeit“, die Sprechblasen für geistige. Ein drittes Bildbeispiel heißt „3 Rocks“ und stammt von Ralf Künzel, Jannick Wißmann und Marius Thanner. Drei orangefarbene Berge stehen für die Themen „Unwissende belehren“, „Zweifelnde beraten“ und „Lästige geduldig ertragen“.

Der blaue Fluss auf grünem Grund ist der Mensch, der sich nach Bewältigung dieser Herausforderungen verändert und barmherziger wird, erkennbar durch die farblich veränderte Umrandung des Flusses. Die Farbinterpretation überlassen die jungen Künstler dem jeweiligen Betrachter. Abschließend regten die Jugendlichen die Gottesdienstbesucher an, „über den Begriff nachzudenken, wie ich Barmherzigkeit in die Welt tragen kann“. Nach Bekunden des Bischofs „geht die Barmherzigkeit immer noch einen Schritt weiter, als nur die eigene Schuld zu begleichen“.

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