Schattenspiel verzaubert in Linnich

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
11329778.jpg
Etwas für Romantiker und all jene, die im Herzen jung geblieben sind, ist das Theater der Dämmerung mit Schauspieler Friedhelm Raad, der in Linnich „Der kleine Prinz“ aufführte. Foto: Kròl

Linnich. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, sagt der Fuchs zum kleinen Prinzen. Diesen Satz kennt nahezu jeder aus dem bekannten modernen Märchen „Der kleine Prinz“, das Antoine de Saint Exupéry im Jahre 1943, als die Welt rund herum in Schutt und Asche versank, schrieb.

Es wird noch heute als Plädoyer für Menschlichkeit und Freundschaft angesehen und gilt als Kritik am Werteverfall der Gesellschaft. Weltweit hat der kleine Prinz viele Millionen Herzen erobert und eines davon gehört Friedhelm Raad, Gründer und Betreiber des Schattentheaters „Theater der Dämmerung“, das nun in Linnich gastierte.

Raad behauptet gern: „Die Geschichten finden mich und nicht umgekehrt.“ So verhielt es sich auch mit dem „kleinen Prinzen“. Nach „Siddhartha“ und „Faust“ war dies sein drittes Gastspiel im Deutschen Glasmalerei Museum in Linnich. Buchstäblich ins Schwärmen gerät der Schauspieler, wenn er von dieser Geschichte spricht, die sowohl dem Mimen und seinen Schattenfiguren vielfältige Möglichkeiten bietet.

So schlüpft Raad in die Rolle des Königs, wenig später in die des Eitlen, des Säufers oder des Laternenanzünders und andere Charaktere. Zwischenzeitlich wird er dann zum Kind, denn auch die Rolle des kleinen Prinzen wird von ihm besetzt.

Exupéry hat die menschlichen Fehler und Schwächen aufgezeigt, die der kleine Prinz klar erkennt und seinem Gegenüber auf liebevolle Weise vor Augen führt. Raad hatte allerdings auf einige Elemente des Originals verzichtet. So gab es auch nicht den Erzähler. „Dafür haben wir die Figur des kleinen Prinzen regelrecht herausgemeißelt“, gestand der Schauspieler, der in Linnich von seinem Mitstreiter Dimitri Lermann begleitet wurde.

Dieses Schattentheater mit seinen liebevoll gestalteten filigranen Puppen, Lichteffekten und Musik hat immer seinen besonderen Reiz. So konnte Museumsleiterin Dr. Myriam Wierschowski an diesem Nachmittag wieder zahlreiche Gäste, darunter auch etliche Kinder, willkommen heißen, die regelrecht verzaubert wurden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert