„Schanzeremmele“ lassen es krachen

Von: ptj
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Top-Stimmung ab der ersten Minute: Das Stetternicher Prinzenpaar Michael und Birgit Hintzen, Prinzenführer Heinz und Klarissa Heuser und „Schanzeremmele-Original“ Sebastian Rensinghof stehen im Mittelpunkt einer „tolle Sitzung mit vielen Knallern und Höhepunkten“. Foto: Jagodzinska

Stetternich. Topstimmung ab der ersten Minute herrschte im ausverkauften Stetternicher Festzelt der KG „Schanzeremmele“. Einen „grandiosen Einzug“ erlebte das Stetternicher Prinzenpaar Michael (I.) und Birgit (I.) Hintzen mit seinen Prinzenführern Heinz und Klarissa Heuser sowie dem „Schanzeremmele-Original“ Sebastian Rensinghof.

Als Begleitgarde der Tollitäten diente nämlich das erfrischende Kölner Traditionskorps „Bürgergarde Blau-Gold“. Die Bühne konnte den Riesentrupp aus aktivem Tanzkorps mit Tanzpaar, Offizieren und Regimentsmusikern kaum fassen.

Die Bürgergarde sang und spielte kölsche Karnevalslieder, und „die absolut schönsten Männer Kölns“ tanzten Polka, bevor das Tanzpaar Denise Willems und Marc Nelles atemberaubend akrobatischen Showtanz zeigten. Prinz Michael, dessen Schwiegervater Karl-Heinz Jaspers vor 50 Jahren Stetternicher Prinz war, zeigte sich dankbar für die „tolle Sitzung mit vielen Knallern und Höhepunkten“ und lud ein zum „Tanze, Fiere und Laache“ getreu dem Prinzenmotto: „Ne echte Stetternicher Jeck hätt dat Hätz am rechte Fleck.“

Die Kölner Pop-Band „Cat Ballou“, die Literat Markus Kieven bereits fürs nächste Jahr erneut gebucht hat, heizte dem Publikum mit ihren Hits wie „Et jitt kei Wood“ oder „Hück steiht de Welt still“ kräftig ein und gab das Startsignal zum Tanzen im Zelt. Bei ihrer Zugabe „Liebe deine Stadt“ wurde auf der Bühne sogar pathetisch die Kölner Fahne geschwenkt.

Begleitet von der kölschen Sitzungskapelle „MK“-Band“ folgte ein hochkarätiges, insgesamt sechsstündiges Programm mit Größen aus dem Kölner Karneval. Das aufgekratzte Duo „Willi & Ernst“ alias Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum hielt die Jecken „postfaktisch“ mit Grammatik, Jesus-Begegnungen oder dem stets von Ernst unterbrochenen „Froschwitz“ bei Laune.

Der „charismatische Landwirt „Hastenraths Will“ philosophierte Lachmuskel strapazierend über Ehe und Politik, „Kozmetik“ und „Pöesie“ und sparte nicht mit Beziehungs-Tipps: „Einfach mal die Zigarre aus dem Mund nehmen, bevor man eine Frau küsst.“

Musikalisch schürten „Kuhl un de Gäng“ mit Michael Kuhl, der die langjährige Sitzungskapelle der „Schanzeremmele“ leitet, und „Die Blömcher“, die bis vor wenigen Monaten noch „Blom und Blömcher“ hießen, die Stimmung. Eine Augenweide waren die Tanzgruppen „Die Schlebuscher“, Aushängeschild des Leverkusener Karnevals, die Kölner Tanzgarde „De Höppemötzjer“ und nicht zuletzt die Stetternicher „Edelzicken“.

Als mitreißende Mixtur aus Musikparodie, Comedy und Magie erwies sich die neue „Linus“-Show mit dem Kölner Multitalent Michael Büttgen, begleitet von zwei hinreißenden Tänzerinnen und Keyboarder Marin Subasic. Ein Muss in Stetternich ist Sänger und Trompeter Bruce Kapusta.

Zu späterer Stunde erfreute „Et Klimpermännche“ Thomas Cüpper mit einem gelungenen Mix aus Musik und Bütt die feiernden Jecken. Den klangvollen Schlussakkord spielte das Show-Orchester „Kaafsäck“ aus Dürwiß.

Sitzungspräsident Willi Goder bedankte sich bei den Senatoren, angeführt von Senatspräsident Wolfgang Gunia, die eine „solch tolle Sitzung“ erst ermöglichen. Er erinnerte aber auch an die kranken Mitmenschen, die nicht mit feiern konnten. Namentlich erwähnte er „unsere Judith“, die an Leukämie leidet. Für die bevorstehende Typisierungsaktion stand am Zeltausgang eine Spendendose bereit.

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