Saunaclub möchte mit 30-Meter-Pylon im Industriegebiet werben

Von: gre
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Aldenhoven. Die Bauplanung war Themenschwerpunkt im Bauverwaltungsausschuss am Donnerstag. Das Gremium hatte über einige kleinere Änderungen zu befinden, die vom Ausschuss in einigen Fällen einstimmig, in anderen mit Mehrheit dem Rat zur Beschlussfassung empfohlen wurden.

In zwei Fällen handelte es sich um eine kleinere Fläche im Schwanenkamp, für deren Bebauung die planerischen Voraussetzungen in die Wege geleitet wurden, und in der Marienstraße, die zur baulichen Nutzung freigegeben wurde. Mit der Besitzerin eines im Industriegebiet ansässigen Saunaclubs soll ein städtebaulicher Vertrag geschlossen werden, der es gestattet, einen 30 Meter hohen Pylon mit drei beleuchteten Werbetafeln zu errichten. Nach dem bestehenden Bebauungsplan war nur eine Höhe von 12 Metern gestattet.

Das Projekt wurde ausgiebig von den Ausschussmitgliedern diskutiert. Baudezernentin Anita Klotz wies darauf hin, dass die McDonalds-Werbung 37 Meter hoch ist, der „bordellartige Betrieb“ sich in einer Bodensenke befindet, so dass die Werbung etwa 25 Meter über Niveau liegen würde. Mehrheitlich wollte der Ausschuss festlegen, dass hier nicht mit anstößigen Bildern Werbung gemacht werde.

In zwei Fällen befasste sich der Ausschuss mit Windkraftanlagen. In einem Falle will ein Unternehmer nunmehr in seinem Windpark eine sechste Anlage aufstellen. Die seinerzeitigen Einwendungen der Bundeswehr sind inzwischen gegenstandslos geworden, so dass der Ausschuss hiergegen keine Bedenken erhob. Die Mitglieder diskutierten im Allgemeinen über den Umfang der Windkraftanlagen im Gemeindegebiet. Markus Herhut wies darauf hin, dass die Gemeinde in dieser Beziehung „ihr Soll erfüllt“ hat. In diesem Zusammenhang befasste sich der Ausschuss mit der 44. Änderung des Flächennutzungsplanes betreffend Windkraftkonzentrationszonen. Die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange hat stattgefunden. Zum Fortgang des Verfahrens wurde die Offenlegung beschlossen.

Das Eigentümer-Ehepaar der Burg Engelsdorf, Maria und Juan Fernandez, hat die Absicht, die früher hier einmal existierende Vorburg wieder zu errichten. Dieses Bauwerk soll Wohnzwecken dienen und sich in Kubatur und Lage nach dem historischen Vorbild richten. Dieses Gebäude soll die wirtschaftliche Basis für den weiteren Ausbau der Hauptburg schaffen. Der Ausschuss beschloss die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplanes.

Erste Informationen gab Markus Herhut über beabsichtigte Änderungen der Regionalplanung, die an den Landesentwicklungsplan angepasst werden soll und sich zurzeit in der „informellen Phase“ befindet. Man müsse sich jetzt Gedanken darüber machen, was Aldenhoven in den kommenden Jahrzehnten will. Herhut empfahl dringend eine großräumige Planung, nicht auf Aldenhoven allein bezogen, sondern auf Kreis- oder Indeland-Ebene.

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