Sanierungsstau am Schulzentrum: Vier Millionen Euro

Von: hfs.
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Wie und wo die künftige Energieversorgung des Schulzentrums untergebracht wird, davon bekamen die Ausschussmitglieder nun bei einer „Schulführung“ einen ersten Eindruck. Foto: hfs.

Titz. Die Gemeinde Titz muss zur Sanierung und Renovierung des Schulzentrums Titz tief in die Tasche greifen. Nach der Vorstellung eines Sanierungskonzeptes im Ausschuss für Bauen, Planen und Umwelt beläuft sich der Sanierungsstau auf rund vier Millionen Euro.

Die Kosten sollen mit rund 2,4 Millionen Euro aus Schul- und Sportpauschale refinanziert werden, wie Bürgermeister Jürgen Frantzen den Ausschussmitgliedern erläuterte, als das Konzept nun vorgestellt wurde. Am Donnerstag wird der Rat darüber informiert.

Ob Haustechnik, Lüftung, Heizung, Fenster, Fassade, Inventar, Bodenbeläge oder Sanitäreinrichtungen: Das Titzer Schulgebäude ist in die Jahre gekommen. Dies wurde mehr als deutlich, als sich der Ausschuss mit dem Sanierungs- und Renovierungskonzept konfrontiert sah, welches das Architekturbüro Rongen aus Wassenberg im Auftrag der Gemeinde erstellt hat. Bezahlen wird dies RWE Power.

Ergebnis war neben einer umfassenden Bestandsaufnahme und Begutachtung ein Maßnahmeplan, mit dem das Schulzentrum bei laufendem Betrieb bis Ende 2020 in zeitlichem, inhaltlichem und finanziellem Aspekt komplett saniert werden kann. „Natürlich auch in baulicher und energetischer Hinsicht“, so die Planer, wobei gerade letztgenannter Aspekt dazu führen kann, dass die Gemeinde nach der Fertigstellung jährlich einige Tausend Euro an Unterhaltungskosten sparen kann.

Frage nach dem Schwimmbad

Doch bevor erste Arbeitspläne erstellt werden, so das Architekturbüro, muss die Gemeinde Titz definitiv eine Entscheidung treffen, ob das Hallenschwimmbad weiterhin eine Zukunft hat, weiterhin betrieben werden soll. Denn davon hänge es ab, wie die Energieversorgung zur Wärme- oder aber Wasseraufbereitung betrieben werden muss. Die Mitglieder nahmen die Pläne zur Kenntnis. Stimmt der Rat am Donnerstag zu, wird die Verwaltung beauftragt, entsprechend dem Zeitraster für die bauliche Umsetzung – die Bauphase soll 2016 beginnen – die entsprechenden Maßnahmen zu planen und die notwendigen Haushaltsmittel in den Etat ab 2015 aufzunehmen.

Vor der Präsentation der umfangreichen Pläne hatten die Ausschussmitglieder einen Rundgang durch das Schulgebäude unternommen, in dem ab 2018 die Primusschule in „Volllast“ ihren Schulbetrieb aufnehmen wird und dann auch über eine voll funktionsfähige Mensa verfügen muss. Wird diese, so erfuhren die Besucher, künftig im Anschluss an der jetzigen Aula betrieben, besichtigte der Ausschuss auch die erste Etage der Hauptschule, die ebenfalls für die Primusschule gebraucht werden soll. In den dortigen sieben Räumen fand seit zwei Jahren keinerlei Unterricht mehr statt.

So mussten die Mitglieder über eine Brandschutztreppe durch ein Fenster einsteigen, denn der Zugang über das innere Treppenhaus ist versperrt und zurzeit nicht möglich. Ein Weg, der den Primusschülern nach der Inbetriebnahme selbstverständlich erspart bleibt.

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