Jülich - Sanierung des Turms der Jülicher Propsteikirche drängt

Sanierung des Turms der Jülicher Propsteikirche drängt

Von: ptj
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Ein banger Blick in Richtung Kirchturm: Im Blaumann, Bauarbeiterhelm mit „Heilig Geist“-Logo auf dem Kopf und einem herausgebröselten Sandstein in Händen wirbt Propst Josef Wolff mit seinem Team auf dem Marktplatz um Spenden für die Sanierung des Westturms. Foto: Jagodzinska
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Ein herausgebröselter Sandstein veranschaulicht das Problem: In der Hand hält Ulrich Scherer von den Jülicher St. Antonii- und St. Sebastianii-Schützen ein brüchiges Stück Fassade. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Wir haben viele Baustellen, aber der Kirchturm ist eine der größten und teuersten und auch die offensichtlichste“, sagte Propst Josef Wolff – im Blaumann mit Bauarbeiterhelm und „Heilig Geist“-Logo. Anlass war eine Spendenaktion auf dem Marktplatz für die Sanierung des Westturms der Propsteikirche.

„Der Kirchturm gehört zur Skyline Jülichs dazu, auch für Nicht-Kirchgänger...“, ergänzte der Geistliche. Er selbst, einige Mitglieder des Bauausschusses und der St. Antonii- und Sebastianii-Schützen hielten diverse aus der Fassade herausgebröselte Steine in Händen, um das Problem „begreifbar“ zu machen. Einige Gerüst-Teile dienten als „Hingucker“.

Das offensichtliche Interesse und die Spendenfreude der Jülicher versüßte das „Heilig-Geist“-Team mit 200 „Propsteiturm-Lebkuchen-Bausteinen“. Die Bäckerei Maintz-Weitz hatte die „uralte“, aus dem Gemeindeblatt bekannte Form des Gotteshauses als Backform umfunktioniert. Wie Schützenbruder Klaus Schröder in Erinnerung rief, sollten im vergangenen Sommer Ausbesserungsarbeiten am Turm erfolgen. Das Ausmaß der Dringlichkeit offenbarte sich dem Aachener Architekten Prof. Joachim Loseck, als ihm ein Sandstein gleich auf den Kopf fiel. Eine nähere Untersuchung ergab, dass an vielen Stellen die Fugen ausgewaschen waren, der Frost die Steine also aufgesprengt hatte.

Die Pfarrei „Heilig Geist“ muss nun 100.000 Euro aufbringen. Das sind rund ein Drittel der Sanierungskosten von rund einer Viertelmillion Euro, an denen sich das Bistum Aachen beteiligt. Alleine zwei Drittel der Kosten verschlingt das aufwändige Baugerüst. Je länger das Gerüst bereitstehe, desto teurer werde die Angelegenheit, mahnte Schröder zur Eile.

Die drei unteren, reich ausgebauten Untergeschosse des Westturms mit romanischem Säulenportal, Turmhalle und Bogen zum Langhaus stammen aus dem 12. Jahrhundert und sind somit Jülichs ältestes erhaltenes Baudenkmal. Ab 1878 wurden die bei Umbauten vermauerten Portale vom Architekten Johann Heinrich Wiethase wieder freigelegt und überarbeitet.

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