Jülich - Sanierung der Tiefgarage Zitadelle kostet vier Millionen Euro

Sanierung der Tiefgarage Zitadelle kostet vier Millionen Euro

Von: -vpu-
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Regelmäßig wurden die Schäden in der Tiefgarage Zitadelle kontrolliert (hier 2015), die maßgeblich durch eindringende Feuchtigkeit entstanden sind. Nun bekommen die Gitteröffnungen ein Schutzdach. Foto: Uerlings

Jülich. Es klingt ein wenig widersprüchlich, ist aber nach Expertenmeinung Fakt: Die Schäden im Mauerwerk der Tiefgarage Zitadelle sind zwar weniger schlimm als befürchtet, deren Beseitigung ist aber unerlässlich und teuer. Die Grobkostenschätzung von Gutachter Holger Tebbe summiert sich auf knapp vier Millionen Euro.

Als Sofortmaßnahme billigte der Ausschuss für Planung, Umwelt, Bauen am Mittwochabend zunächst eine Maßnahme, die überfällig ist. An der Mauer zum Wallgraben (Attica) werden alle Belüftungsöffnungen überdacht, um das Eindringen von Schlagregen zu verhindern. Das kostet etwa 250.000 Euro. „Die fehlende Abdeckung hat im Wesentlichen dazu geführt, dass wir Schäden haben“, erklärte Tebbe dem Gremium.

Es „stehen erhebliche Kosten im Raum“, räumte der Gutachter ein, die aber „eigentlich nicht völlig außergewöhnlich sind“, relativierte Tebbe die Summe von vier Millionen Euro. Denn: „In der Bauunterhaltung hätte man in der Vergangenheit mehr tun können.“ So liegt der Sanierungsbedarf in Jülich nun im Bereich einer üblichen technischen „Faustformel“: Nach 30 Jahren – so alt ist die Tiefgarage – ist mit Kosten von 5000 bis 10.000 Euro pro Parkplatz rechnen. Die vier Millionen Euro sind da fast eine Punktlandung.

Verwaltung und Fachbüro werden nun die einzelnen Schritte der Arbeiten planen, die in Etappen erfolgen. Der Jülicher Kämmerer rechnet parallel, wann und wie sie im Haushalt unterzubringen sind. Es wird also noch ein Weilchen dauern.

Ziel: 20 Jahre Lebensdauer

Mit Ausnahme der oberirdischen Parkdecks wird so ziemlich alles in den beiden Untergeschossen wenigstens oberflächlich angepackt: Die Decken, die Böden, die Stützen, die Wände, die Rampen, Treppenhäuser, Lüftungsöffnungen, Elektrik, Beleuchtung, Belüftungstechnik – bis hin zum Anstrich und neuen Markierungen. Dennoch ist es laut Gutachter keine „Komplettsanierung“. „Wir werden die sichtbaren Schäden beseitigen und den Schadensprozess verlangsamen, um die Lebensdauer zu erhöhen“, sagte Holger Tebbe.

Mit mindestens 20 Jahren sei zu rechnen, mehr sei möglich.

Durch die Arbeiten kommt es zwangsläufig zu Sperrungen von Teilen der Parkflächen.

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