Sanierung der K12 mit Punktlandung

Von: ojo
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Band durch, Verkehr frei: Nach vier Monaten ist die Kreisstraße 12 durch Ederen runderneuert und frei von Material verschleißenden Schlaglöchern. Foto: Jonel

Ederen. Es scheint ein Paradoxon: Ausgerechnet am Tag des landesweiten Blitzmarathons wird die Kreisstraße 12 in der Ortsdurchfahrt Ederen in einem Zustand freigegeben, der eine höhere Geschwindigkeit zuließe, als jeder motorisierte Verkehrsteilnehmer früher gewagt hat.

„Es ist noch nicht lange her, dass man nicht über diese Straße fahren konnte, ohne wegen der Schlaglöcher Schäden an dem Fahrzeug zu befürchten“, erinnerte Linnichs Bürgermeister Wolfgang Witkopp an die Zeit von vor vier Monaten.

Heute sind lediglich noch die Straßeneinsätze der Wasserversorgung in der Höhe der neuen Asphaltdecke anzupassen. Ansonsten ist das 380 Meter lange Teilstück der Kreisstraße 12 erneuert und rüttelfrei. Im Zuge der Straßenarbeiten waren schadhafte Kanalanschlüsse gleich mit saniert worden.

Auf Straßensanierung habe Ederen fast schon ein Abonnement, erinnerte Landrat Wolfgang Spelthahn am Dienstag bei der Freigabe an die bereits erfolgte Sanierung des nördlichen Abschnitts der Ortsdurchfahrt, die als Kreisstraße 6 nach Gereonsweiler führt. Mit Blick auf das Land, vertreten durch den Jülicher CDU-Landtagsabgeordneten Josef Wirtz, als Hauptfinanzier der Maßnahme attestierte Spelthahn der Ederener Maßnahme Beispiel gebenden Charakter: In einer lauter werdenden Diskussion über den „bedenklichen Zustand“ der verkehrstechnischen Infrastruktur sei „hier mit 400 000 Euro eine große Kraftanstrengung der öffentlichen Hand“ erbracht worden.

Der Landrat forderte unverhohlen ein Umdenken auf bundespolitischer Ebene ein. Nach der Investition in die Schaffung einer Top-Infrastruktur in entvölkerten Regionen der neuen Bundesländern müsse jetzt an Erhalt der Straßen in NRW gedacht werden.

In Ederen, wo die öffentliche Hand die engagierten Bemühungen des regen Dorfvereins „Ederener Runde“ unterstützt, könnten die Dorfbewohner nun „endlich vernünftig“ zum Friedhof gehen, sprach Wolfgang Witkopp eine deutliche Verbesserung an. „Hier wird es keine Bürgerinitiative gegen den Ausbau von Straßen geben“, meinte Linnichs Bürgermeister mit mehr oder minder verstecktem Verweis auf die ähnlich gelagerte Ausgangslage in Kofferen.

Punktlandung

Mit der Fertigstellung des K12-Ausbaus wurde eine Punktlandung vollzogen, was vor allem auch der ausführenden Firma Blandfort aus Linnich Anerkennung einbrachte. Die Fahrbahn hat eine Breite von 5,50 Meter mit eingebauten Verschwenken beziehungsweise Einengungen als Geschwindigkeitsdämpfer. Am auffälligsten sind die beidseits angelegten, gepflasterten Gehwege, wo zuvor nur ein schmaler Randstreifen kaum mehr als eine Fußbreite Platz bot.

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