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Salesfest in Barmen: Schüler erlernen Gebärdensprache

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
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Gebärdensprache erlernt: Schüler auf dem Salesfest im Gymnasium Haus Overbach. Foto: Król

Barmen. Das Namensfest des heiligen Franz von Sales ist für das Gymnasium Haus Overbach stets ein besonderer Tag. Der Schulalltag wird dann unterbrochen mit Gottesdiensten und einer besonderen Aktion.

Unter anderem ist der heilige Franz von Sales Schutzpatron der Gehörlosen und so lag es auf der Hand sich einmal mit den Problemen gehörloser Menschen auseinander zu setzen. Durch Pater Dominik Ngyen nahm das Gymnasium Kontakt zur LVR-David-Hirsch-Schule Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation in Aachen auf. Dort wird unter anderem auch die Gebärdensprache gelehrt. Und so stattete Eva Przewloka, Konrektorin der Schule, mit sechs Kollegen, darunter Diakon Josef Rothkopf, Gehörlosenseelsorger in Aachen, der Barmener Schule einen Besuch ab. Sie standen den Schülern und Schülerinnen Rede und Antwort auf Fragen wie „Was macht ein Gehörloser, wenn der Wecker klingelt?“, „ Ist es an Ihrer Schule immer still?“ oder „Zanken sich Ihre Schüler auch?“. Sie erzählten bereitwillig aus dem Schulalltag, bei dem es keineswegs still zugeht.

Schnuppern durften die Schüler und Schülerinnen außerdem in die deutsche Gebärdensprache hinein und lernten das Gehörlosenalphabet. „ Die Gebärdensprache kann man lernen, wie jede andere Fremdsprache auch“, erklärte Eva Przewloka. Sie übte mit den Kindern, wie man durch Mimik eine Fragestellung oder Aufforderung deutlich macht. Zum Abschluss konnten sie dann schon ihren Nachbarn nach dem Namen fragen und ihren eigenen Namen buchstabieren, denn während Gebärden bestimmte Worte und Begriffe ausdrücken, kommt das Alphabet bei Eigennamen und neuen Worten zum Ausdruck.

In die Gebärdensprache aufgenommen sind auch Begriffe wie App, Smartphone oder Handy. Viel Spaß bereitete den Schülern und Schülerinnen der Einstieg in diese neue Welt, doch daneben kam auch immer wieder der Gedanke auf, was es wohl bedeutet, nicht hören zu können und in Stille zu leben. Ein wenig Einblick erhielten sie da auch durch den Film „Jenseits der Stille“. In den Gottesdiensten, die für Schüler und Schülerinnen der verschiedenen Klassenstufen durchgeführt wurden, kam ebenfalls die Gebärdensprache zum Einsatz.

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