Sage vom „Versunkenen Ritter“ in Barmen wird erforscht

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Barmen. Sagen und Märchen gehören zum kulturellen Erbe einer Region. Sie stellen häufig eine Verbindung aus geschichtlichen Fakten und der Fantasie der Menschen dar. Durch die mündliche Überlieferung über Generationen hinweg unterlagen diese Sagen häufig auch einem Wandel, und es wurden neue Fakten aus der Gegenwart in die Sagen aufgenommen.

So ist es auch bei der Sage des „Versunkenen Ritters“, die in Barmen spielt und nun durch die Arbeitsgruppe Heimatkunde des Kultur- und Verkehrsverein Barmen erforscht wird.

„Es ist uns wichtig“, so Alexander Holz, „auch das Nuhlandtkreuz, das eng mit der Sage verbunden, ist in unsere Forschungen mit einzubeziehen. Über die Ergebnisse der Forschungen und über die Sage werden wir in der Schriftenreihe des Kultur- und Verkehrsvereins berichten“.

In der Sage wurden wahrscheinlich drei historisch belegbare Begebenheiten verarbeitet, die aus ganz unterschiedlichen Jahrhunderten stammen. Diese reichen vom 18. Jahrhundert bis in das 14. Jahrhundert zurück und bedienen Themen, wie sie ein Hollywoodfilm nicht spannender zeigen könnte. Die historischen Quellen berichten von spannend, blutrünstigen und manchmal auch tragischen Geschichten. Inhaltlich geht es um einen in der Rur als „Frevler“ versunkenen Ritter von Schloss Kellenberg, der sich bei der Verfolgung eines entflohenen Gefangenen auf den Teufel berief.

Für das kulturelle Bewusstsein der Barmer war das Kreuz im Kellenberger Wald ein Anziehungspunkt zahlreicher Sonntags-Spaziergänge, bis es in den 1970er Jahren einer mutwilligen Zerstörung zum Opfer fiel. Stark zerstört wurde es von der Familie Hoensbroech in der Rur geborgen und im Magazin von Schloss Kellenberg eingelagert.

Thomas Muckenheim, berichtet: „Ziel ist es, das stark zerstörte Kreuz wiederherzustellen und an einem sicheren Ort der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Wir wollen damit die Sage wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung holen und Heimatgeschichte erlebbar machen.“

Parallel zu den Forschungsarbeiten laufen die Vorbereitungen zur Sicherung des Kreuzes auf Hochtouren. In Abstimmung mit der Denkmalbehörde wurde das Kreuz nun durch die Familie des Grafen Hoensbroech und den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (Aachen) an den Kultur- und Verkehrsverein Barmen übergeben. Sobald die Arbeiten zur Restaurierung des Kreuzes und zu den Geschichtsforschungen abgeschlossen sind, wird es im Rahmen eines Geschichtstages aufgestellt, wie der Kultur- und Verkehrsverein mitteilt. Es sind eine Ausstellung, Exkursionen zum „Ort des Geschehens“ sowie ein Schulwettbewerb geplant.

Zur Finanzierung des Projekts ist der Barmener Verein auf Spenden angewiesen. Den finanziellen Grundstein für das Projekt hat die Kulturstiftung der Kreissparkasse Düren gelegt.

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