Rurdorf ist derzeit Krippen-„Hauptstadt“

Von: Kr.
Letzte Aktualisierung:
6690608.jpg
Auch diese drei jungen Mädchen waren sehr angetan von den Krippen, die es in Rurdorf wieder zu bewundern gibt. Foto: Kròl

Rurdorf. Alljährlich am ersten und zweiten Adventswochenende wird die kleine Ortschaft Rurdorf zum Mekka der Krippenliebhaber. Zum 17. Mal luden die Krippenfreunde Rurdorf zur Krippenausstellung ein, der zahlreiche Gäste folgten, um die filigranen Kunstwerke zu bestaunen.

Bereits im Spätsommer beginnen die Krippenbauer mit ihrer Arbeit und geben in vier Krippenbaukursen ihre langjährige Erfahrung weiter. Rund 50 Krippen waren so entstanden – unter anderem auch von ganz jungen Krippenbauern, die in den Kinderkursen von der Pike auf ihr Handwerk lernten.

Es ist ganz beachtlich, mit wie viel Fantasie und Fingerspitzengefühl die Bastler zu Werke gehen. Dabei legt Hans Peter Kempen, Krippenbaumeister und Vorsitzender der Krippenfreunde, besonderes Gewicht darauf, dass die Proportionen stimmen. So entstehen rustikale Ställe, Krippen im Tiroler Stil oder in orientalische Ausführung. Es gibt auch schon einmal eine Höhlen- oder Wurzelkrippe zu bewundern. Momentan geht der Trend allerdings zu den Laternenkrippen. Das sind Miniaturausgaben der Hauskrippen, die in einer Laterne Platz finden.

Mit einer Messfeier, die von Pfarrer Konrad Barisch zelebriert und von Professor Da Zhang auf der Kniegeige musikalisch begleitet wurde, feierten die Krippenfreunde die Eröffnung ihrer Ausstellung, um sich anschließend im Schützenhaus zu einem gemütlichen Abend einzufinden.

Im Schützenhaus

Jeweils samstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr ist die Ausstellung im Schützenhaus an den ersten beiden Adventswochenenden geöffnet.

So mancher Besucher wurde bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen aus der gut bestückten Cafeteria vom „Krippen-Virus“ infiziert und meldete sich gleich für das nächste Jahr zu einem Kurs an.

Doch auch ein Rundgang durch den Ort lohnt sich in diesen Tagen. Tradition geworden ist nämlich auch der Rurdorfer Krippenweg. Wer die Krippenfreunde kennt, weiß, dass sie immer für eine Überraschung gut sind. So sind die Krippen, die in diesem Jahr die Fenster der Rurdorfer Häuser schmücken, international. Aus Lichtenstein, Ungarn, Belgien, Deutschland und sogar Amerika kommen die Leihgaben. Weit über 30 sind es insgesamt. Etwas ganz Besonderes sind die Ausstellungsstücke aus Barcelona. Zwölf Kastenkrippen in unterschiedlichen Größen haben die Spanier nach Rurdorf ausgeliehen. Dabei handelt es sich um Krippen, die in Kästen gebaut werden und so ausgerichtet sind, dass sie den Effekt von Weite entwickeln. 3,50 m breit und 2,50 m tief sind die beiden größten Exemplare, die sicherlich als Meisterwerke der Krippenbaukunst zu bezeichnen sind.

Die zwölf spanischen Exponate stehen jetzt schon in den Fenstern, die weiteren Krippen werden im Laufe des Advents erst dazu kommen.

Außerdem ist bereits die große Außenkrippe mit der Verkündigungsszene vor dem Pfarrhaus aufgebaut, ab dem 24. Dezember ist auch die Kirchenkrippe wieder zu finden.

Der Rurdorfer Krippenweg ist bis zum 20. Januar zugänglich.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert