Rurdamm: Meisenkästen zum Kampf gegen die Miniermotte

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Günther Dahmen bei der Herstellung von Nistkästen. Foto: BI

Jülich. „Wir wissen bereits jetzt, dass wir am 20. Februar mindestens 60 Nistkästen am Rurdamm aufhängen werden“, verspricht die Bürgerinitiative Kastanienallee Rurdamm. Im letzten Jahr hatten sich Anwohner in der Nähe des Rurdamms zusammengefunden, um die Kastanien an der Rur zu retten.

Die Bäume sind von der Miniermotte, auch Balkanminiermotte genannt, befallen. Die Raupen und Puppen der Miniermotte haften ausschließlich am Laub der weißblühenden gewöhnlichen Rosskastanie.

Als erste Maßnahme organisierte die BI im Spätherbst eine Laubsammelaktion, an der mehr als 100 Personen teilnahmen. Am Samstag, 20. Februar, möchte die BI von 10 Uhr an (Treffpunkt Rurdamm/Matrazengeschäft) zusätzlich noch die natürlichen Feinde der Miniermotte an den Rurdamm locken.

Die schnelle Vermehrung des Schädlings ließ sich bislang dadurch erklären, dass die Miniermotte in Mitteleuropa nur wenige natürliche Feinde hat oder mögliche Fressfeinde die Miniermotte noch nicht als Nahrungsangebot angenommen haben. In stadtnahen Gebieten stehen Vögel immer weniger Insekten als Nahrungsquelle zur Verfügung. Inzwischen ist bekannt, dass zum Beispiel Meisen gerne Miniermotten fressen.

Die Kreisgruppe Düren des BUND unterstützt diese Aktion. Der Vorsitzende Walter Jordans stellte hierfür 20 Bausätze des BUND-Nistkastens zur Verfügung, die von Kindern und Jugendliche der Realschule Jülich, des Roncalli-Jugendtreffs sowie des integrativen Kindergarten St. Rochus zusammengebaut wurden. Diese haben sich auch für die Aktion „Kampf der Miniermotte: Aufhängen selbst gebauter Nistkästen für Meisen“ angemeldet. Günther Dahmen und Nicholas Arndt von der BI stellen ebenfalls 20 Nistkästen her. Rückfragen und Anmeldungen bei Emily Willkomm-Laufs unter Telefon 02461/55585.

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