AZ App

Rund 700 Orchideen sind schon registriert

Von: ojo
Letzte Aktualisierung:
6853134.jpg
Robert Mohl und Alwin Reiche (v.l.) bei der Orchideensuche im Sommer. Die „Ausbeute“ kann sich sehen lassen. Foto: Jonel

Jülich. Die Feldforschung ist längst abgeschlossen. Und auch Nacharbeit am Schreibtisch ist zwischenzeitlich so weit gediehen, dass Alwin Reiche ein Fazit ziehen kann: „Die Sache mit der Orchideen-Kartierung hat sich sehr gut angelassen.“ So gut, dass sie in diesem Frühjahr wohl fortgesetzt wird.

Zur Erinnerung: Polizeipensionär Alwin Reiche, der im Ruhestand eine Ausbildung zum Naturführer absolvierte, und der Hobbybotaniker und Landschaftswart Robert Mohl hatten sich Mitte vergangenen Jahres aufgemacht, die Bestände an Orchideen in und rund um Jülich inklusive Sophienhöhe zu erfassen.

Weil diese Herausforderung nicht nur ambitioniert ist, sondern wortwörtlich auch weitreichend, hatten die beiden im August alle Freunde der Flora eingeladen, ihnen bei der Suche nach natürlichen Orchideen-Vorkommen zu helfen. Der Ruf verhallte nicht ungehört. „Weit über 20 Mails – nicht nur aus Jülich – haben mich bestärkt, die Sache weiterhin zu verfolgen“, freute sich Reiche über die Resonanz.

Das Jahresergebnis kann sich sehen lassen. Reiche und Mohl erfassten „aufgrund eigener Suche und Hinweisen aus der Leserschaft“ rund 700 Exemplare von vier Orchideen-Arten. „Die 5. Art, die Bienen-Ragwurz, wurde uns avisiert, konnte aber nicht mehr gefunden werden“, schildert Reiche. Diesen „Fall“ wollen die beiden Orchideensucher im Frühjahr noch einmal aufgreifen.

Dass man schon ein geschultes Auge braucht, um die in den hiesigen Breiten vorkommenden eher unscheinbaren Verwandten der prachtvollen Orchideengroßfamilie zu entdecken, belegte eine Mail, die Alwin Reiche schmunzelnd zitiert. Eine Frau schrieb ihm, dass ihr Mann die entdeckte Orchidee für Unkraut gehalten und ausgerupft hatte. Nach der Einstufung als Orchidee wurde die gerupfte Pflanze wieder ins Erdreich gesteckt.

Fortsetzung

Reiche und Mohl hatten gehofft, bei der Suche auf bis zu acht natürlich vorkommende Orchideenarten zu stoßen. Die Hälfte ist es geworden. Die fehlenden vier zu finden, ist der Reiz bei der Suche in diesem Jahr sein. Auch dazu werden die beiden Orchideenjäger im Frühjahr wieder versuchen, Freiwillige zu rekrutieren, die mit auf die Pirsch gehen. Eventuell können die Helfer mit Bildmaterial über die hier vorkommenden oder vermuteten Orchideenarten versorgt werden, überlegt Reiche. Es würde die Identifizierung auf jeden Fall erleichtern.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert