„run4peace“: 1600 Schüler laufen für Frieden

Von: ptj
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„Vielfalt leben“ ist in Jülich schon lange Programm: Mit 1600 Teilnehmern leistet die Herzogstadt ihren stolzen Beitrag beim „run4peace.

Jülich. „Damit der Friedenslauf mehr Öffentlichkeit bekommt“, wie Bürgermeister und Schirmherr Axel Fuchs es ausdrückte, fand die 5. Auflage des „run4peace“ mitten in Jülich statt. Mit stolzen 1600 Teilnehmern aus acht Schulen stellte die Herzogstadt genau ein Zehntel der Gesamtteilnehmerzahl der acht aktiven Städte.

Neben Jülich waren in Aachen, Augsburg, Berlin, Bonn, Bremen und Darmstadt Friedensläufe mit insgesamt 16.000 Teilnehmern gestartet.

Das Motto „Vielfalt leben“ ist in Jülich mit 104 verschiedenen Nationen längst Programm, wie Fuchs stolz betonte. Vor dem versammelten Teilnehmerfeld auf dem Marktplatz moderierte Heinz Wagner vom „Forum Ziviler Friedensdienst“ (forumZFD) ein kleines Vorprogramm.

Mit Trommelbegleitung brachte die Schirmerschule zwei Lieder zu Gehör, darunter „Wir bringen Frieden für alle“. Mit einem Aufwärmprogramm sorgten die Sportlehrer der Schirmerschule, Jasmin Könenberg und Thomas Weizel, für aufgelockerte Muskeln vor dem Lauf.

Dann stiegen die Friedenstauben gegen Himmel, das Friedensbanner wurde zum Start erhoben. Begeistert starteten die Läufer und Geher, angefeuert von zahlreichen Zaungästen, bei bestem Laufwetter auf ihre etwa 700 Meter lange Runde über die Kapuzinerstraße, Kölnstraße, Stiftsherrenstraße, den Kirchplatz mit Stempelstelle, zum Marktplatz und wieder von vorne – für Frieden und Geflüchtete.

Eine Versorgungsstation auf dem Marktplatz hielt Getränke, Äpfel und Bananen zur Stärkung der Teilnehmer bereit, ein Erste-Hilfe-Zelt der Malteser sollte im Notfall zum Einsatz kommen. Zum ersten Mal dabei waren Berufskolleg, Nordschule, Gymnasium Zitadelle und Promenadenschule, letztmalig die Gemeinschaftshauptschule Ruraue.

Alte Bekannte waren KGS, Schirmerschule und Sekundarschule. Inhaltliche Vorbereitung bot im Vorfeld ein Bildungsheft mit dem Titel „Fluchtursachen verstehen – Geflüchtete willkommen heißen“ und ein Gesprächsangebot an den Schulen mit Heinz Wagner.

Natürlich war der Lauf nicht nur äußeres Friedenszeichen. Viele Sponsoren aus dem Umfeld der Schüler hatten einen bestimmten Betrag pro gelaufener Runde zugesagt, die jeweils durch einen Stempel gezählt wurde. So erliefen die Schüler einen Spendenbeitrag für ein konkretes Friedensprojekt.

Aktuell kommt das Geld über das „Forum Ziviler Friedensdienst“ Geflüchteten in Deutschland und im Libanon zugute. Der vorderasiatische Staat hat seit Beginn des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien 1,5 Millionen Syrier aufgenommen. In fünf libanesischen Gemeinden und zwei lokalen Organisationen arbeitet das „forumZFD“ an der gewaltfreien Konfliktlösung zwischen Flüchtlingen und Einheimischen.

Dazu zählt etwa die Ausbildung von Mediatoren aus allen betroffenen Gruppierungen, die bei Konflikten vermitteln. Zudem werden in Gemeindezentren der Partnerorganisationen kleine Kennenlernprojekte für die libanesische Bevölkerung und die syrischen Flüchtlinge organisiert, die zum Abbau von Vorurteilen dienen.

Auch in Deutschland unterstützt das forumZFD diverse Städte und Gemeinden bei der erfolgreichen Gestaltung sozialer Veränderungen und Integrationsprozesse in der Konfliktberatung.

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