Jülich - Rückschlag für Integrationsprojekt „Turnhalle statt Straße“

Rückschlag für Integrationsprojekt „Turnhalle statt Straße“

Von: ahw
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Turnhalle statt Straße: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Integrationsmaßnahme des TTC Indeland Jülich haben auch die Reihen der spielenden Jugendabteilung (Bild) aufgefüllt. Foto: Michael Küven

Jülich. Mit dem Projekt „Turnhalle statt Straße“ jat der TTC Indeland Jülich ein Stück Integrationsgeschichte im Kreis Düren geschrieben. Seit Ende der 1990er Jahre verfolgt der Tischtennis-Club seine Bemühungen, die finanziell vom Kreis Düren gefördert werden und viele Auszeichnungen in Form von Schecks erhalten haben.

Seit sechs Jahren hat der TTC einen Vertrag mit dem Landessportbund Nordrhein-Westfalen (LSB NRW), der zeitweise einen Minibus zur Verfügung stellte, Zug um Zug jedoch die Zuwendungen immer weiter zurückfuhr.

Ende November hat es dem Verein die Finanzierung verhagelt, denn mit Schreiben vom 20. November kündigte Dr. Christoph Niessen, Norstandsvorsitzender des LSB NRW, die Beendigung der Förderung aus dem Programm „Integration durch Sport“ zum Jahresende 2012 an.

„Damit die Integrationsarbeit des organisierten Sports künftig in möglichst vielen Sportvereinen in NRW verankert wird, werden die zur Verfügung stehenden Fördergelder verstärkt für die Vereinsentwicklungsberatung mit dem Schwerpunkt „Interkulturelle Öffnung“ sowie für Multiplikatorenschulungen eingesetzt“, berichtet der LSB-Vorstandschef weiter. Er verbindet das mit dem ausdrücklichen Dank an die TTC-Oberen für „ihr beispielgebende Engagement und ihre zukunftsweisende Entwicklungsarbeitin diesem Bereich“ und wünscht dem Verein „auf dem weiteren weg der interkulturellen Öffnung viel Erfolg“.

„Ich möchte das wichtige Projekt für Jülich erhalten“, hat sich TTC-Manager und -Ehrenpräsident Arnold Beginn auf die Fahnen geschrieben. Der kurzfristige LSB-Rückzug zu diesem späten Zeitpunkt reisst eine fast vierstellige Lücke in den Etat, die anderweitig gestopft werden muss.

Das war auch in den Anfangsjahren ähnlich, als der TTC auf Eigeninitiative aktiv geworden ist, wie sich Beginn erinnert. Inzwischen werden mehr als 100 Jugendliche aus rund 20 Nationen betreut, betont der TTC-Vormann, der auch Wert darauf legt, dass das Programm durch den Landessportbund lizensiert ist. Den Migrantenanteil schätzt er auf gut 30 Prozent. Ganz nebenbei hat „Turnhalle statt Straße“ dazu beigetragen, die Jugendabteilung des Vereins stark zu vergrößern. Hier sind die jungen Leute bestens integriert und auch recht erfolgreich.

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