Siersdorf - Rückblick: Supermarkt statt alter Mühle

Rückblick: Supermarkt statt alter Mühle

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Wo am Ortsrand von Siersdorf an der L9 einmal der neue Supermarkt entstehen soll, hat bis 1926 auf dem höchsten Punkt des Altkreises Jülich die Siersdorfer Windmühle als Wahrzeichen gestanden. Repro: Zantis

Siersdorf. Die vorgesehene Grundstücksfläche, wo im Laufe des Jahres der neue Supermarkt in Siersdorf gebaut werden soll, ist sowohl geographisch als auch historisch für den Altkreis Jülich bedeutsam.

Beim vorgesehenen Bauplatz am Ortsausgang von Siersdorf in Richtung Dürboslar (L 9) handelt es sich zum einen um den höchsten Punkt im Altkreis und geschichtlich gesehen um den ehemaligen Standort der Siersdorfer Windmühle.

Schon in der Schule, so erinnern sich alte Siersdorfer, wurden die Kinder in früheren Jahren auf die höchste Bodenerhebung hingewiesen. Dies war schließlich auch ein Grund für den Bau der Windmühle, die wohl über Jahrhunderte an diesem günstigen Standort in Betrieb war.

Wie so vieles im Lauf der fortschreitenden Technisierung, hatte auch die Siersdorfer Windmühle im Bautyp einer so genannten „Kockermühle” (Verlagerung der Mechanik in den steinernen Sockel) ihre Daseinsberechtigung verloren. Die weithin sichtbare Silhouette der Mühle, die neben der Kommende und Ordenskirche als Wahrzeichen Siersdorfs galt, musste 1926 abgerissen werden. Bereits 1916 war der Betrieb nach der Elektrifizierung eingestellt worden.
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