Rübenroder müssen Gas geben

Von: gep
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Jülich. Halbzeit in der Zuckerfabrik Jülich: Die Rübenroder müssen allerdings Gas geben, wenn bis zum 10. Dezember alle Knollen geerntet werden sollen. Denn dann droht Dauerfrost. „Es wird äußerst schwierig“, sagt Dr. Willi Kremer Schillings, Leiter Landwirtschaft des Pfeifer & Langen-Werks. Für Mitte November seien noch relativ viele Rüben in der Erde.

Grund ist der reichliche Niederschlag. Nachdem im September und Oktober regional schon zwischen 160 und 220 Millimeter Regen gefallen waren, fielen in der Zeit vom 1. bis 10. November nochmals 60 bis 80 mm.Mancherorts waren es von Anfang September bis zum 10. November 3000 mm. Das ist statistisch etwa die Hälfte eines Jahres. Jedenfalls brachte der Niederschlag im November die Rübenroder endgültig zum Stehen, sie liefen mehrere Tage nicht mehr. In der Zuckerfabrik drohten die Rüben auszugehen.

Daher wurde die Verarbeitung für rund zwei Tage auf 60 Prozent der Normalleistung heruntergefahren. Es wurden nur noch etwa 10.000 Tonnen Rüben täglich verarbeitet. Jetzt wird es eng. Die 23 sechsreihigen Roder im Einzugsbereich der Zuckerfabrik, die in einer Stunde einen Hektar schaffen, werden es wohl schaffen, schätzt Kremer-Schillings.

Aufgetaute Frostrüben sind zur Zuckergewinnung ungeeignet und im Extremfall sogar ein Totalverlust. Daher werden die Feldrandmieten mit einem Schutzvlies abgedeckt. Allerdings veratmet die Rübe den eingelagerten Zucker auch in der Feldrandmiete. Zudem treten verdunstungsbedingte Masseverluste auf.

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