Jülich - Rübenmenge erreicht Rekordhöhe, Zuckergehalt steigt

Rübenmenge erreicht Rekordhöhe, Zuckergehalt steigt

Von: gep
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Im Sekundentakt rollen die Tra
Im Sekundentakt rollen die Traktorgespanne in Jülich an. Die Zuckerfabrik muss eine Rekordmenge an Rüben verarbeiten. Foto: gep

Jülich. „Eine noch nie dagewesene Rübenmenge” wird die Zuckerfabrik Jülich in der bis zum 20. Januar laufenden Kampagne verarbeiten. Das sagt Dr. Willi Kremer-Schillings (KS), Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung.

Die angelieferten Mengen haben eine derartige Größenordnung erreicht, dass die Tanks für den Dicksaft, ein klares, dunkelbraunes Zwischenprodukt mit einem Zuckeranteil von 70 bis 80 Prozent, inzwischen voll sind.

Deshalb sind die Anlieferungszeiten für die Landwirte auf sechs bis 18 Uhr verkürzt worden. Erst ab 16. Januar und somit in der letzten Kampagnenwoche wird wieder mit Volllast gefahren, bis die letzte Knolle an der Dürener Straße in die Schwemmrinne kullert.

Die verarbeitete Rübenmenge wird unter dem Strich um zehn Prozent über dem Top-Jahr 2009 liegen, sagt Kremer-Schillings. Damals waren 1,72 Millionen Tonnen eingefahren und verarbeitet worden sowie ingesamt 74.264 Rübenfahrzeuge verwogen worden. Ein Traktorgespann mit zwei Anhängern ist in der Regel mit 23 Tonnen beladen. Dank des milden und trockenen Novembers wird im Kampagnen-Schnitt ein Zuckergehalt von 17,4 Prozent erreicht, im bisherigen Superjahr 2009 waren es 17,94 Prozent.

Klar über den damaligen Spitzenwerten liegen der Rübenertrag mit 78 Tonnen je Hektar (2009: 73,4 to/ha) und der Zuckerertrag bei 13,6 to/ha (2009: 13,2). Damit sind auch die Planzahlen zu Beginn der laufenden Kampagne deutlich übertroffen worden. Auch haftete an den Rüben „deutlich weniger Schmutz”, der den Bauern in Abzug gebracht wird. Denn „der Regen hat erst eingesetzt, als die Rüben raus waren”, sagt der Abteilungsleiter. Es sei wettermäßig „insgesamt ein verrücktes Jahr” gewesen. „Die Königin der Feldfrüchte” habe davon profitiert wie keine andere.

Im trockenen und warmen Frühjahr konnten die „Pillen” früh ausgesät worden. Die Jungpflanzen bildeten tiefe Wurzeln aus und nutzten die dann niederschlagsreichen Sommermonate zu einem kaum für möglich gehaltenen Massezuwachs. Dem goldenen Oktober folgte schließlich ein goldener November („St.-Martins-Sommer”) mit ebenfalls reichlichem Sonnenschein, der den Zuckergahalt über die zunächst erwarteten 16,8 Prozent auf ein in dieser Höhe nicht erwartetes Niveau ansteigen ließ.

Zu der unter anderem im Kreis Heinsberg laufenden Diskussion, ob die deutlich längere Lagerung der Rüben in Feldmieten bis in den Winter hinein zu einem Wachstum der Ratten- oder Krähenbestände habe führen können, meinte Dr. Kremer-Schillings, er halte das für abwegig.

In der Regel Feldmäuse

Wenn die Mieten geräumt würden und die Rüben abgefahren würden, seien es in der Regel Feldmäuse, die dort Unterschlupf gefunden hätten und dann Reißaus nähmen.
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