Rotarier helfen syrischem Studenten beim Neubeginn

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Von links: Dr. Norbert Seeger (RC Jülich), Doris Vogel (Sozialamt Jülich), Mohammad Hamid, Dr. Klaus Müller (Präsident Rotary-Club Jülich). Foto: Günther Hamacher

Jülich. Mohamad Hamid stammt aus Syrien. Er wohnte in Damaskus und hat dort 2009 am Gymnasium Al-Medan sein Abitur abgelegt. Anschließend studierte er bis 2014 an der Faculty of Technical Engineering der Universität von Aleppo. Er konnte sein Studium der Umweltwissenschaften aber nicht abschließen, da er wie viele andere Flüchtlinge schreckliche Dinge im Krieg zu Hause miterleben musste und gezwungen war, zu flüchten.

Am Ende seiner Flucht, die lange dauerte, ist er nach Jülich gekommen und hat um Asyl gebeten. All seine Lebenspläne im Heimatland sind zunichte und er steht in Deutschland vor einem Neubeginn. Er will sich integrieren und hat ein Ziel in seiner neuen Heimat. Dabei hilft ihm nun der Ro­tary Club Jülich: Er fördert die Sprachausbildung von Mohamad Hamid.

„Ich will hier eine Ausbildung machen, damit ich später arbeiten kann. Einige Grundkenntnisse der deutschen Sprache habe ich bereits, aber für eine Ausbildung reicht das noch nicht“ sagt Hamid. Von diesem Schicksal erfuhr Dr. Dieter Scheidt (Jülich) beim Besuch im Sozialamt und berichtete bei den Rotariern.

„Wir sehen die Sprachfähigkeit von Flüchtlingen als einen der wichtigsten Bausteine zur Integration in unserer Gesellschaft“, sagt Günther Hamacher vom Rotary Club (RC) Jülich. „Aus meiner aktiven Zeit im Polizeidienst weiß ich, dass viele Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen ihre Ursache in einer mangelnden Kommunikation durch fehlende Sprachkenntnisse haben.“

Der RC Jülich engagiert sich gemeinsam mit dem „Runden Tisch“ in Jülich und hilft auch im Einzelfall so wie hier, damit junge Menschen eine Perspektive für ihr Leben entwickeln können.

Die Finanzierung von Sprachkursen ist ein humanitärer Meilenstein für die Menschen, dem sich der Rotary Club nach eigener Mitteilung im Rahmen seiner Möglichkeiten verpflichtet fühlt.

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