Rosenschmuck in allen Variationen in der Kirche

Von: gre
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Mit dem schmiedeeisernen Rosenbogen hat Josef Schunck seinen Marien-Altar vervollständigt. Foto: Greven

Freialdenhoven. Er könnte seinen Ruhestand genießen. Aber es gelingt ihm nicht, seine Hände ruhig zu stellen. Josef Schunck, 73 Jahre alt, gelernter Landwirt, der seinen Betrieb aufgegeben hat, macht anderen Menschen Freude mit dem Ergebnissen seines Hobbys, besonderes den Pfarrangehörigen von St. Mauritius Freialdenhoven.

Immer wieder schmückt er das Innere seines nüchtern wirkenden, aus der Nachkriegszeit stammenden Gotteshauses mit seinen Kunstschmiedearbeiten. Er ist Autodidakt. Als Landwirt muss man schon handwerkliche Fähigkeiten besitzen, will man nicht jedes Mal bei Schäden an den Landmaschinen die Fachwerkstatt bemühen. Diese gewünschten Fähigkeiten beziehen sich insbesondere auf die Metallbehandlung, das Schlossern, Schweißen und Schmieden.

Diese Fähigkeiten besitzt Josef Schunck. Ausgehend von den „gehobenen Grundkenntnissen“ war der Weg zum künstlerischen Gestalten nicht mehr weit. Im Zuge seiner Bergwanderungen holte er sich auf österreichischen Friedhöfen die Ideen für sein künstlerisches Schaffen und bei Fachleuten das Handling für den Umgang mit dem sperrigen Material.

Seine gut ausgestattete heimische Werkstatt ist für ihn Zufluchtsort. Er entspannt sich am Amboss und am Schmiedefeuer. Ziel für sein künstlerisches Schaffen ist die Pfarrkirche, die an vielen Stellen seine Handschrift zeigt. Vor fünf Jahren hat er den Marienaltar gestaltet. Ein Schmuckstück ist daraus geworden. Dessen Nische hat er jetzt mit einem girlandenförmigen Bogen überspannt mit vielen Rosen und in der Mitte das Symbol des Heiligen Geistes, die Taube.

Die Rose ist sein hauptsächliches Werkstück. Sie ist in vielen Variationen 105 mal in St. Mauritius vertreten. Jede einzelne ist ein Einzelstück, mal als Knospe, mal in voller Blüte, jede aus acht Millimeter starkem Eisenblech gehämmert. Die Arbeit von je einer Stunde.

Rosenkranz-Text

Inzwischen umfasst der Bogen noch den Text aus dem Freudenreichen Rosenkranz „Den Du o Jungfrau vom heiligen Geist empfangen hast“. Die Pfarre kann sich glücklich schätzen. Dabei scheut Josef Schunck die Öffentlichkeit, stellt sein „Licht gerne unter den Scheffel“. Er könnte stolz auf seine Werke sein.

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