Rosen für den neuen Schlossherren
Spielt ab sofort im Gymnasium Zitadelle die erste Geige: Karl-Heinz („Charly”) Kreiner wurde gestern nach anderthalbjähriger kommissarischer Tätigkeit als „richtiger” Schulleiter eingeführt. Foto: Uerlings
Mehr als eineinhalb Jahre war der 56-Jährige schon der faktische Chef, nicht aber auf dem Papier. Das ist jetzt anders. Schüler, Lehrer und Eltern der Schule in der Schlosskapelle bereiteten dem neuen Direx einen überschwänglichen Empfang.
Kreiner offenbarte seine Seite als rheinischer Gemütsmensch, nachdem ihm die Damen im Saal rote Rosen überreichten - er war fast zu Tränen gerührt. Die Blumen waren nicht der erste Beweis: Der Oberstudiendirektor ist der Wunschkandidat an der Zitadelle. Durch eine für viele undurchsichtige und kaum nachvollziehbare Bewerbungsprozedur musste der kommissarische Leiter scheinbar endlos warten.
Sein Vorgänger Peter-Joachim Reichardt wurde deutlicher: „Mit einem Maulkorb versehen, im Ungewissen gehalten, mit doppelter Arbeit bedacht - und das alles zum Gehalt eines Stellvertreters.” Säuerlich lächelnd registrierte das auch der Dezernent der Bezirksregierung, Dr. Martin Kupsch, der Karl-Heinz Kreiner zuvor ins Amt eingeführt hatte. Der Mann aus Köln konstatierte: „Sie haben ihn gewollt. Er hat sie gewollt. Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört.”
Neben Bürgermeister Heinrich Stommel waren viele weitere Vertreter aus Rat und Verwaltung gestern Gast bei der Einführung des Schulleiters. Der Jülicher Verwaltungschef verdeutlichte, dass er und die städtischen Gremien Kreiners Kandidatur stets unterstützt hätten und jetzt große Freude empfänden.
Stommel durfte als Vertreter des Schulträgers gleich die ersten Einträge auf Kreiners Wunschzettel entgegen nehmen: „Eine Küche, neues Mobiliar, und mir fällt bestimmt noch mehr ein.” Womöglich bringt sich hier auch der Förderverein des Gymnasiums ein, denn dessen Vorsitzender Anton Mülfarth versprach dem neuen Schulleiter Hilfe in schweren Zeiten und eine freundschaftlich-kritische Begleitung.
Karl-Heinz Kreiner ist seit 13 Jahren an der Jülicher Schule tätig, nach eigenem Bekunden „stolz auf diese Schule” und weiß: „Ich habe eine tolle Mannschaft und ein tolles Stadion.” Die Fußballvergleiche zogen sich wie ein roter Faden durch die Feierstunde, denn der „Neue” ist eingefleischter FC-Köln-Fan. Und er spielt Geige: Mit seinem Kollegen Pedro Obiera brachte er zwei Beatles-Stücke zu Gehör. Er erntete reichlich Applaus wie auch zuvor der Schulchor (Leitung: Hermann-Josef Kaiser) und eine Instrumentalgruppe (Leitung Martina Sowa).
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Kreiner offenbarte seine Seite als rheinischer Gemütsmensch, nachdem ihm die Damen im Saal rote Rosen überreichten - er war fast zu Tränen gerührt. Die Blumen waren nicht der erste Beweis: Der Oberstudiendirektor ist der Wunschkandidat an der Zitadelle. Durch eine für viele undurchsichtige und kaum nachvollziehbare Bewerbungsprozedur musste der kommissarische Leiter scheinbar endlos warten.
Sein Vorgänger Peter-Joachim Reichardt wurde deutlicher: „Mit einem Maulkorb versehen, im Ungewissen gehalten, mit doppelter Arbeit bedacht - und das alles zum Gehalt eines Stellvertreters.” Säuerlich lächelnd registrierte das auch der Dezernent der Bezirksregierung, Dr. Martin Kupsch, der Karl-Heinz Kreiner zuvor ins Amt eingeführt hatte. Der Mann aus Köln konstatierte: „Sie haben ihn gewollt. Er hat sie gewollt. Jetzt kommt zusammen, was zusammen gehört.”
Neben Bürgermeister Heinrich Stommel waren viele weitere Vertreter aus Rat und Verwaltung gestern Gast bei der Einführung des Schulleiters. Der Jülicher Verwaltungschef verdeutlichte, dass er und die städtischen Gremien Kreiners Kandidatur stets unterstützt hätten und jetzt große Freude empfänden.
Stommel durfte als Vertreter des Schulträgers gleich die ersten Einträge auf Kreiners Wunschzettel entgegen nehmen: „Eine Küche, neues Mobiliar, und mir fällt bestimmt noch mehr ein.” Womöglich bringt sich hier auch der Förderverein des Gymnasiums ein, denn dessen Vorsitzender Anton Mülfarth versprach dem neuen Schulleiter Hilfe in schweren Zeiten und eine freundschaftlich-kritische Begleitung.
Karl-Heinz Kreiner ist seit 13 Jahren an der Jülicher Schule tätig, nach eigenem Bekunden „stolz auf diese Schule” und weiß: „Ich habe eine tolle Mannschaft und ein tolles Stadion.” Die Fußballvergleiche zogen sich wie ein roter Faden durch die Feierstunde, denn der „Neue” ist eingefleischter FC-Köln-Fan. Und er spielt Geige: Mit seinem Kollegen Pedro Obiera brachte er zwei Beatles-Stücke zu Gehör. Er erntete reichlich Applaus wie auch zuvor der Schulchor (Leitung: Hermann-Josef Kaiser) und eine Instrumentalgruppe (Leitung Martina Sowa).



