Rockiger Empfang des Friedenslaufs

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Jülich. Bei dem Konzert auf der Hauptbühne des Brückenkopf-Parks aus Anlass der Ankunft des Friedenslaufes „Flame for Peace – Jugend macht Europa“ in Jülich boten die Bands hervorragende Pop-Musik. Unentgeltlich für „Flame for Peace“ spielten die Bands für den Frieden in Europa.

Die Hauptband „Camarel“ mit verspieltem Rock-Pop und Frontfrau Michelle Kuban, die alles aus ihrer mal samtig weichen, dann wieder rockig-harten Stimme herausholte, begeisterte das Publikum auf Anhieb. Dass eine Sängerin dazu die Bass-Gitarre spielt, sieht man selbst unter den Größen, wie ein Kenner der Szene und selber Musiker anerkennend meinte, eher selten. Joel und Michael ergänzten mit ihren Akustik-Gitarren und mit dem versierten Schlagzeuger Stefan zu einem harmonischen Ganzen. Nicht verwunderlich, dass man die Rockformation auch schon Preise einheimste.

Eröffnet wurde der Abend mit „Amin Afify & Band“. Gekonnter lyrischer, mal melancholisch, mal wilder Rock, präsentiert mit viel Herz, erfreute sogleich die Zuhörer unterschiedlichsten Alters. Amin vornehmlich mit Gesang und mit Akustik-Gitarre, zusammen mit Michael, der später noch mit seinem Gesang bei Camarel glänzte und an der Bass-Gitarre Marcel. Ein erster Höhepunkt war das Gesangs-Duett von Amin mit Michelle von „Camarel“, bei dem besonders der Schlagzeuger Sven sein Können unter Beweis stellte.

Adelheid Scherer von „Flame for Peace“, die die Veranstaltung geplant hatte, führte umsichtig und gekonnt durch den Abend. Sie bot zusammen mit der „Amin Afify & Band“ eine selbst gesungene Version der von Manuela Frey von Neogene in englischer Sprache getexteten Hymne von „Flame for Peace“ (nach der Melodie der Europa-Hymne) in einer sehr lyrischen Version. Bei den älteren Zuhörern kam das sehr gut an und wurde auch mit viel Beifall belohnt.

Als Blitze und Regen immer näher kamen, wusste jeder, jetzt kommen keine weiteren Zuschauer mehr! Aber die Bands hätten allemal mehr Publikum verdient. Grund war sicherlich auch, dass in Aachen zeitgleich auf vielen Bühnen und dazu auch mitten in der Woche Veranstaltungen liefen.

Am nächsten Tag schien wieder die Sonne, als wäre nichts geschehen. Nachdem schon am Vortag ein knappes Dutzend Schülerinnen des Mädchen-Gymnasiums die Friedensflamme von Koslar aus zum Marktplatz getragen hatten, versammelten sich über 150 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Zitadelle vor dem Denkmal der Mitbürger jüdischen Glaubens, die in der Shoah ermordet wurden.

Man bildete einen großen Kreis, fasste sich an den Händen und lauschte der „Flame for Peace“-Hymne in der rockigen Version der Band „Neogene“ aus Aachen. Danach geleiteten alle gemeinsam die Stammläufer des Friedenslaufs mit der Fackel gemeinsam mit Propst Wolff auf seinem Motorrad durch den Brückenkopf-Park aus der Stadt hinaus.

Die Vertrauenslehrerin des Gymnasiums, Maria Egberts, in deren Händen die Vorbereitung lag, aber selbst nicht dabei sein konnte, meinte nach der Rückkehr von einer Klassenfahrt: „Die 5er, die erst seit wenige Wochen die Schule besuchen, waren begeistert und beeindruckt von der Entfernung, die die Läufer zurückgelegt haben.“

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