Jülich - Rochus VoCaLe betreibt beste Eigenwerbung

Rochus VoCaLe betreibt beste Eigenwerbung

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Der 16-köpfige Chor „Rochus VoCaLe“ betrieb während der „Nacht der offenen Kirchen“ mit seinem dreistündigen Programm beste Eigenwerbung. Foto: Chor

Jülich. Rochus VoCaLe gab an einem Abend drei kleine Konzerte mit Saxophonist Volker Maier und Dieter Ogrzewalla am Klavinova.

Auch wenn das Konzept der „Nacht der offenen Kirchen“ ein solches ist, dass man innerhalb der letzten Viertelstunde zur vollen Stunde die Kirche wechselt, und so zumindest in drei Kirchen drei verschiedene Programme besuchen kann, verblieb so manch einer die kompletten drei Stunden in der Rochuskirche, weil auch hier drei verschiedene Programme die Stunden füllten.

Musik von A bis W

Die erste Stunde stand unter dem Motto: Musik von A bis W.

A – wie Alles beginnt mit der Sehnsucht, ein Stück, dass das Konzert so gefühlvoll beginnen ließ, dass schon in den ersten Minuten Gänsehaut pur den Kirchenraum erfüllte, die erste Stunde machte neugierig auf die zweite und dritte Stunde, A - auch wie Ave Maria, oder A - wie Amazing Grace, hier mit einem glockenklaren Solo von Alexandra Barthels.

Graziöser Tastenzauber

Ein Genuss war es, Mary Asatryan bei zwei Stücken auf dem Klavinova zuzuschauen und zu hören, die auswendig, sauber und sehr graziös über die Tasten flog. Spätestens beim Panis Angelicus, das Chorleiterin Claudia Schmitz anstimmte, wusste jeder – ich bin zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Katrin Finke und Jasmin Pelzer rundeten die Musik, die Sehnsucht nach Glück beinhaltet, mit einfühlsamen passenden Texten ab. Der Chor beschloss diese erste Stunde mit W wie „Wunder geschehen“ von Nena.

Gospel- und Spiritual-Welt

Die zweite Stunde war mit altem und neuem aus der Gospel- und Spiritual-Welt bestückt.

Mit „I‘m gonna sing“ und „Certainly Lord begann“ eine sehr lebendige Stunde mit einem Solo von Tobias Weingartz. Nicht erst beim „Oh happy Day“, das Claudia Schmitz im Wechsel mit ihrem Chor sang, sprang der Funke der Freude vom Chor auf das Publikum über. Beim „Hail Holy Queen“ und „I will follow him“ aus dem Film „Sister Act“ hatte das Publikum das Gefühl, dass der Chor im Chorraum mit so viel Spaß bei der Sache ist, dass das Publikum schön, aber nicht wirklich von Nöten war. Ein jeder war gebannt von der Präsenz des 16 köpfigen Chores.

In Traumwelt entführt

Miriam Heinrich entführte mit Ihren Texten gekonnt in eine Traumwelt. Die letzten drei Stücke – alle von John Rutter – ließen die Kirche erbeben, nicht nur weil es von allen aus voller Brust gesungen wurde, sondern weil alles von diesem Komponist sehr melodisch und mitreißend ist. Spätestens hier war allen klar, die dritte Stunde will man auch nicht verpassen.

Die dritte Stunde bestand aus Musik im Hier und Jetzt.

Tobias Weingartz eröffnete diese Stunde mit „Happy“ von Pharrel Williams, ziemlich passend, denn hier fühlte sich bereits jeder einfach Happy!

Zündende Rezeptidee

Einen Teelöffel Elvis, einen Prise Kirby Shaw, einen Esslöffel Abba und ein Pfund Michael Jackson ergab das Rezept für eine tolle abgerundete Stunde, nicht zuletzt auch, weil Tobias Weingartz jedem das Gefühl gab, Michael Jackson sei dabei. Noch bevor der letzte Ton von „We are the world“ verklungen war, zeigte das Publikum mit Standing Ovations und der Forderung nach Zugaben dem Chor, dass selbst drei Stunden noch lange nicht genug waren.

Mit dem Konzept und der Auswahl der Stücke erfüllte sich Initiatorin und Chorleiterin Claudia Schmitz einen kleinen Traum, von dem sie noch lange zehren kann, sagt sie. Zudem vergaß sie auch nicht, darauf hinzuweisen, dass die Proben ihres Chores jeden Montag von 18 bis 20 Uhr im Rochus-Pfarrheim erfolgen, bei denen jeder willkommen ist, der Spaß am Singen hat und erfahren möchte, wie glücklich Singen in der Gemeinschaft macht.

Lustige Truppe

RochusVoCaLe ist eine illustre und lustige Truppe, die mit viel Spaß gemeinsam all diese Bestandteile des Repertoires erarbeitet, und ohne Profidruck nur einige wenige Auftritte im Jahr absolviert, so dass das Privatleben jedes einzelnen Chormitgliedes nicht leidet.

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