Risse in der Uferwand des Schwanenteichs

Von: Thomas Mauer
Letzte Aktualisierung:
10975674.jpg
Kollateraleffekt: Weil zur Begutachtung der Schäden der Wasserspiegel im Schwanenteich gesenkt wurde, kam unfassbar viel Unrat zum Vorschein: Fahrräder, Kinderwagen und vieles mehr. Foto: Thomas Mauer
10975677.jpg
Deutlich zu sehen sind die waagerechten Risse im Mauerwerk. In Höhe des Wasserspiegels sind bereits Steine nach vorne rausgebrochen.

Jülich. Der Fußweg am Schwanenteich, der die Kartäuserstraße mit der Bahnhofstraße verbindet, ist ein wenig abgesackt. Außerdem zeigten sich Risse an der Ufermauer. Um das näher zu begutachten, senkten Mitarbeiter des Tiefbauamtes den Wasserspiegel im Teich ein wenig.

So wollten sie einen möglichen Schaden besser einschätzen. Und staunten nicht schlecht, gleich aus zweierlei Gründen.

Zum einen wurde deutlich, dass die Begrenzungsmauer am Teich gebrochen war. „Es liegt wohl ein Riss im Fundament vor, das wahrscheinlich gebrochen ist“, erklärte Beigeordneter Martin Schulz für die Stadtverwaltung auf Anfrage. „Es ist noch nicht genau erkennbar, was als Ursache in Betracht kommt.“ In jedem Fall deutet sich an, dass es nicht mit einfachen Maurerarbeiten zur Behebung des Schadens getan ist. „Das ist keine kleine Sache“, umschrieb der Beigeordnete den Umfang der Arbeiten an Mauerwerk, das im Wasser steht. Das weitere Absacken des Weges muss verhindert werden.

Neben dem Schaden in der Mauer entdeckten die Mitarbeiter Unmengen von Metallschrott in den Fluten des Schwanenteichs. Einige Passanten machten Augen, als das Fahrzeug des städtischen Bauhofs vom Schwanenteich abfuhr. Auf der Ladefläche lag ein stolzer Berg Schrott.

Bei den „Bergungsarbeiten“ hatten Fahrer Rolf Naeven und seine Kollegen am und um den Schwanenteich geschuftet. Und hatten dabei etlichen Unrat aus dem Wasser gezogen, vorzugsweise Drahtesel. Mindestens zehn Räder lagen auf dem Lastwagen. Vom schlichten Radl bis zum Rennrad waren die Geräte dick schlammverkrustet kaum noch wiederzuerkennen.

„Aber es waren auch einige Kinderwagen unter den Sachen, die wir rausgezogen haben“, meinte Fahrer Naeven lakonisch. Die Säuberungsaktion hatte etliche Angestellte des Bauhofs über Stunden in Anspruch genommen. Auch zahlreiche Kleinteile wie abgerissene Papierkörbe mussten aus dem Teich gefischt und entsorgt werden. Eines der Jülicher Wahrzeichen wird als Müllkippe missbraucht.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert