Jülich - Richter Herbert Monk verabschiedet sich nach 35 Jahren

Richter Herbert Monk verabschiedet sich nach 35 Jahren

Von: jago
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Der Vizepräsident des Landgerichts, Volker Voormann (links), würdigte bei der Abschiedsfeier von Herbert Mork (Mitte) die Verdienste des engagierten Richters. Amtsgerichtsdirektor Rainer Harnacke (rechts) und Elke Pfennings-Triefenbach (2.v.l.) als Vertreterin des Personalrats dankten ihrem scheidenden Kollegen, der sich wiederum besonders bei seiner engen Mitarbeiterin Alice Hilger (2.v.r.) bedankte. Foto: Jagodzinska

Jülich. Nach 35 Dienstjahren als Richter des Landes Nordrhein-Westfalen, davon 32 beim Amtsgericht Jülich, wurde Herbert Mork nun in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

„Wir alle wissen, was wir an Ihnen gehabt haben“, beendete der Vizepräsident des Landgerichts, Dr. Volker Voormann, seine Ansprache, in der er die berufliche Laufbahn des scheidenden Mitarbeiters gewürdigt und dessen Kompetenz und Gewissenhaftigkeit hervorgehoben hatte. Nur positive Worte fand auch der Direktor des Amtsgerichts Rainer Harnacke, der bei dem künftigen Ruheständler die Eigenschaften Kontinuität und Verlässlichkeit als Fundament seiner überaus erfolgreichen Richtertätigkeit ausgemacht hatte. Mit seiner hilfreichen Art habe er sich zudem die Wertschätzung und die Sympathien seiner Kollegen erarbeitet.

Nachvollziehbare Argumente

Dass er ein wenig erstaunt gewesen sei, als Mork ihm mitgeteilt habe, er möchte sich mit 63 Jahren vorzeitig aus dem aktiven Dienst verabschieden, gab Harnacke gerne zu. Es sei dennoch leicht verständlich gewesen, denn immerhin habe Herbert Mork mehr als nachvollziehbare Argumente angeführt. Frei sein für spontane Radtouren, für Unternehmungen ohne zeitliche Vorgaben, so lässt sich die Motivation zusammenfassen.

Für den Personalrat sprach Elke Pfennings-Triefenbach dem Kollegen am Ende des beruflichen Lebens den Dank für „manches gemeinsam erlebte ereignisreiche Jahr“ aus und überbrachte die besten Wünsche für die vor ihm liegende Zeit. Besonders erfreut zeigte sich Herbert Mork, der seine Reisen bevorzugt mit der Bahn antritt, über das Abschiedsgeschenk von allen Mitarbeitern, einen Reisegutschein für eine Fahrt mit dem Eurostar nach London.

Abschied nehmen bedeutet auch, die Vergangenheit zu reflektieren, so erinnerte Herbert Mork in seiner Schlussansprache an seine Richtertätigkeit in Jülich, die vor 32 Jahren einen spontanen Beginn hatte und in deren Verlauf er dann durchgehend die Abteilung 4C geleitet hat. Für ihn ist die Tatsache, dass es über diesen langen Zeitraum nur ganz wenig Änderungen beim Personal gab, ein Indiz für ein ausgezeichnet funktionierendes Team in einem harmonischen Arbeitsumfeld.

Schöne Erinnerungen bleiben ihm auch wegen des stets fairen Umgangs mit der Staatsanwaltschaft, die er in die Einschätzung einschloss, dass man Probleme stets praktikabel gelöst habe und das „besondere Verhältnis zu den Jülicher Rechtsanwälten“. Ein besonderer Dank galt seiner direkten Mitarbeiterin Alice Hilger, auf die er sich stets habe zu 100 Prozent verlassen können. Ein Lob galt der engagierten Art von Rainer Harnacke, der es vor sechs Jahren, als die Welle der Pensionierungen begann und Umstrukturierungen anstanden, mit seiner engagierten Art geschafft habe, auch „die Mitarbeiter mitzunehmen und das Gericht zu einer Gemeinschaft zu formen“. „Es war eine schöne Zeit mit dir“, hatte der Direktor am Ende seiner Rede gesagt. Dies war es offenbar auch für Herbert Mork, der sich mit den Worten verabschiedete: „Ich möchte keinen Tag missen.“

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