Jülich - Rheinland rückt zusammen

Rheinland rückt zusammen

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
Knapp 230 Teilnehmer der Innov
Knapp 230 Teilnehmer der Innovationskonferenz in Jülich Gelegenheit, Fragen zu stellen. Davon gab es reichlich.

Jülich. Die rheinische Braunkohlenregion rückt zusammen und nimmt ihr Schicksal selbst in die Hand. Das ist das Signal, das von der ersten Innovationskonferenz am Montagabend in Jülich ausgeht.

Wie genau das geschehen soll, ist aber noch nur schemenhaft zu erkennen. Fast 230 führende Köpfe aus der Region erfuhren auf dem neuen Campus Jülich der Fachhochschule, dass sie sich noch bis zum Herbst gedulden müssen. Dann sollen erste konkrete Ergebnisse vorliegen. Das gemeinsame Ziel der Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) ist klar: Sie soll Projekte anschieben, die auf Dauer Arbeitsplätze schaffen, zumal in den nächsten Jahrzehnten tausende Jobs mit dem Ende der Braunkohlenförderung verlorengehen.

„Wir wollen neue Chancen für diese Region erarbeiten. Das ist der Sinn des Ganzen”, sagte NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger vor der Prominenz aus Politik, Forschung, Wirtschaft und Interessenverbänden. Der Minister sieht im rheinischen Revier hervorragende Voraussetzungen, da eine solche Dichte an Industrie sowie Groß- und Projektforschung so schnell nirgends zu finden seien.

Elf Arbeitsgruppen

„Was sich rund um die RWTH abspiele” - zum Beispiel in den Bereichen Maschinenbau und Elektromobilität -, „findet bundesweit Beachtung”. Das Revier müsse kooperieren: „Man muss aus dem Schatten treten und die Konkurrenzsituation überwinden.”

Die IRR hat elf Arbeitsgruppen gebildet, die sich Themen wie Wirtschaft/Beschäftigung, Verkehr/Kommunikation, Energie/Versorgung oder Landschaften im Wandel widmen. Experten versuchen, vorhandene Potenziale zu sichten und zukunftsfähige Vorschläge zu unterbreiten. Erste Ergebnisse gibt es laut Staatssekretär Günther Horzetzky, der IRR-Beiratsvorsitzender ist, und Jürgen Drewes (Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Aachen) „im September”. Die IHK war in der jüngeren Vergangenheit der Motor der IRR-Gründung.

Gleich auf „Chefebene” bei der Landesregierung werden die Vorschläge geprüft und bei Eignung zunächst mit Geldern aus vorhandenen Fördertöpfen gespeist. Inwieweit der bergbautreibende Konzern RWE Mittel zuschießt, ist völlig offen. Nur dass es geschehen soll, scheint klar. Der Dürener Landrat Wolfgang Spelthahn sagte in Jülich: „Da, wo die Menschen die Last getragen haben, müssen sie auch als Erste profitieren.”
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