Rheinisches Revier: Eine Modellregion für die Energiewende?

Von: -vpu-
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Kreis Düren. Die Innovationsregion Rheinisches Revier (IRR) nimmt auch im am Dienstag vorgestellten neuen rot-grünen Koalitionsvertrag einen hohen Stellenwert ein.

Dieses Landesprogramm, das im Jülicher Technologiezentrum bereits eine Geschäftsstelle unterhält, soll große Ideen für die Zeit nach der Braunkohlenförderung anstoßen.

Vertreter der rheinischen SPD, an der Spitze Dietmar Nietan (MdB/Düren), legten am Dienstag erste Ergebnisse dar. Nietan, der mit am Verhandlungstisch in Düsseldorf saß: „Das rheinische Revier soll eine Modellregion für die Energiewende werden.”

Bereits jetzt arbeiteten 200 Menschen an Themen der Innovationsregion, so der Sozialdemokrat. Jetzt sei es an der Zeit, sich zu fokussieren. Im rot-grünen Papier sind die Claims thematisch abgesteckt.

In der rheinischen Braunkohlen-Region sollen folgende Themen angegangen werden: Solarwirtschaft (Jülich), die Stromspeichertechnologien, die E-Mobilität (RWTH Aachen), die Bioökonomie (Rhein-Erft-Kreis und Forschungszentrum Jülich), klimaneutrales Wohnen und Logistik (Güterterminal Düren und Güterzentrum im Rhein-Kreis Neuss).

In der Innovationsregion sieht Rot-Grün aber auch den idealen Bereich zur Fachkräftesicherung, an dem auch das Arbeitsministerium in Düsseldorf großes Interesse habe.

„Wir haben jetzt Pfähle eingerammt”, sagte Nietan am Dienstag in Elsdorf. Die regionalen Entwicklungsgesellschaften wie Terra Nova und Indeland sollen in der IRR an vorderster Stelle mitspielen. Nietan machte allerdings auch deutlich, dass nicht jedes Projekt über die Innovationsregion umgesetzt werden könne. „Eine Gondelbahn ist zwar schön, gehört aber sicher nicht dazu”, spielte er auf die „Bergwelt Sophienhöhe” an.

Woher aber soll die IRR das Geld nehmen, das sie benötigt? Ein bisschen gibt es direkt vom Land, etwas mehr aus den über 800 (!) NRW-Förderprogrammen; einen dicken Batzen erhofft man sich vom Verursacher des Umbaus im Rheinland, RWE Power. Das Unternehmen müsse sich „spürbarer und nachhaltiger als bisher” einbringen.
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