Rezepte gegen die anhaltende Hitze im Jülicher Land

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Reformhaus-Fachberaterin Rosemarie Heyartz bietet ein reichhaltiges Sortiment zur Vorbeugung an, beispielsweise angenehme Gesicht-Erfrischungssprays. Foto: Jagodzinska
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Das äußere Ambiente ist schon mediterran: In der Fachhochschul-Mensa Jülich ist die Speisenauswahl nach eigenen Angaben stets der Jahreszeit angepasst. Foto: Jagodzinska
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Yingzhi Boeken vertraut als Durstlöscher auf „Jia Duo Bao“, einen eiskalt getrunkenen chinesischen Tee. Foto: Jagodzinska

Jülich. Die Sonne erreichte vor einigen Tagen auf der Nordhalbkugel der Erde ihren höchsten Stand über dem Horizont. Allgemein bekannt ist dieser meteorologische Fixpunkt im Jahreskreislauf als Sommersonnenwende oder Sommeranfang. Mit einer leichten Verzögerung ist der Sommer nun deutlich spürbar angekommen und bringt durch das Zusammenspiel von Hoch „Annelie“ und Tief „Quintus“ Hitze in die Region.

Temperaturen über 30 Grad lassen bei vielen ansonsten nicht vom Sonnengott verwöhnten Westeuropäern, sprich Kreisdürenern, Urlaubsgefühle aufkommen, sind aber dennoch nicht jedermanns Sache. Überhaupt: Wie gehen die Menschen mit dem „Hochsommer“ um?

Fragt man in Jülichs „Tourist-Information“ nach, welche Orte an besonders heißen Tagen zu empfehlen sind, wird wenig überraschend an erster Stelle das Freibad genannt. Wie geht man mit der Hitze um, welche kleinen Hilfsmittel oder Tricks machen sie erträglicher, wie sieht es mit der Ernährung aus? Wir haben an einigen zufällig ausgewählten Stellen nachgefragt.

In der Mensa der Fachhochschule Jülich arbeitet Koordinatorin und Köchin Kamilla Pacholarz an einem Ort, der „eh schon zu den heißesten Plätzen Jülichs“ zählt. Für sie persönlich ist der Anstieg der Außentemperaturen kein Problem. „Kurzfristige Änderungen im Speiseplan wären möglich, aber das ist nicht vorgesehen“, berichtet sie. Über das Produktmanagement werde acht Wochen im voraus eine ausgewogene Zusammenstellung der Speisen geplant. „Ein Eis zum Dessert, das hilft immer“, schlägt Kamilla Pacholarz mit einem Lächeln vor.

Gerade bei extremen Temperaturen kann man mit der überlegten Auswahl von Lebensmitteln und Getränken gut vorsorgen. Reformhaus-Fachberaterin und Naturkosmetikerin Rosemarie Heyartz rät dringend, basische Vitalstoffe beispielsweise in Form von Schorle als Ausgleich zum Schwitzen zu sich zu nehmen. Im Grunde kann der Salzverlust mit dem eines Hochleistungssportlers verglichen werden. Außerdem besteht die Gefahr von Kreislaufproblemen, die sich durch „schwere Beine“ ankündigen. Anregende Weißdornprodukte oder kühlende Lotionen, vorbeugendes Einreiben mit einem „Bein-Gel“ und angenehme Erfrischungssprays fürs Gesicht beugen dem gefürchteten heftigen Abfallen des Kreislaufs vor.

Im Sortiment des „Asia Food Shop“ in der Bongardstraße findet man asiatisch/chinesische Durstlöscher, die gegenüber Power-Brausen nicht nur viel versprechen, sondern tatsächlich gut schmecken und dazu noch gesund sind. Yingzhi Boeken bietet gerne eiskalten „Jia Duo Bao“ an, einen Tee aus chinesischen Kräutern. Neben Plumeria Rubra, Paniculata oder Geißblatt findet man das „Kraut der Unsterblichkeit“ auf der Zutatenliste.

Wer beim Bummel durch die Innenstadt dringend Abkühlung sucht, braucht lediglich über die Schwelle eines Geschäfts zu treten. Von schweißtreibenden Spitzentemperaturen gelangt man mit einem Schritt in eine angenehm kühle Umgebung, in der man willkommen ist – das bestätigten jedenfalls alle befragten Inhaber. Sich ohne Kaufzwang einen Überblick im Angebot zu verschaffen, wird gerne gesehen, kaufen ist freilich nicht verboten.

Die Welldorfer St. Hubertus Schützenbrüder sind darauf vorbereitet, dass die aus der Sahara kommende Luft am Sonntag über der Landschaft wehen wird und die Anzeige auf dem Thermometer an ihre Obergrenze stoßen lässt. „Es hat schon immer hohe Temperaturen bei unseren Schützenfesten gegeben, und wir sind immer damit klar gekommen“, sagt Brudermeister Christian Klems und freut sich auf viele Besucher. Als Vorbeugung hat man für den Festzug drei Stationen eingeplant, an denen die Zugteilnehmer mit Wasser und kühlen Getränken versorgt werden.

Der Sommer ist endlich da, er kann gerne noch lange bleiben, so war die Aussage fast aller befragten Passanten diese Woche in Jülich.

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