Rettung einer Ruine: 127.000 Euro für die Kommende

Von: jan
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Förderung geht weiter: Thomas Rachel (zweiter von rechts) überbrachte den Bescheid Guido von Büren (zweiter von links) und Mitgliedern des Fördervereins. Foto: Jansen

Siersdorf. Die Förderung der Siersdorfer Kommende mit Bundesmitteln geht weiter. Zum vierten Mal gibt es Geld für die Rettung der Ruine des Deutschritter-Herrenhauses. Geld aus dem Fördertopf National wertvolle Kulturdenkmäler. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Rachel überbrachte den Förderbescheid über 127.000 Euro jetzt dem Förderverein Kommende.

„Das ist ein relativ hoher Betrag“, sagte Rachel, der den Antrag gestellt hatte bei Monika Grütters, der Beauftragten der Kultur-Bundesregierung. „Zum Vergleich: Der Aachener Dom erhält 100.000 Euro aus diesem Topf.“ Laut Bescheid wird das Geld verwendet für die Subtanzerhaltung und Ruinensicherung. „Das Ziel ist, dass die Kommende später für die Öffentlichkeit zugänglich ist“, sagte Rachel.

Guido von Büren, der Vorsitzende des 2012 gegründeten Fördervereins, zeigte sich erfreut über die neuerliche Förderung. „Damit kommen wir über einen wichtigen Punkt weg. Wir können die vom Verfall bedrohten Teile des Herrenhauses stabilisieren, so dass die Kommende für die nächste Generation bewahrt werden kann“, erklärte er.

Die Bedeutung der Ruine unterstrich er mit ihrer Seltenheit, da es kaum Neubauten aus dem 16. Jahrhundert gebe, die noch erhalten seien – abgesehen von der Jülicher Zitadelle. Zudem sei die Kommende für die Forscher des Landschaftsverbandes Rheinland interessant. „In der Ruine liegen alle Befunde offen.“ Ziel des Fördervereins sei, das Herrenhaus bis 2019 so weit herzurichten, dass eine Folgenutzung möglich sei. 2019 jährt sich die Schenkung der Kommende zum 800. Mal.

1219 hatte Graf Wilhelm IV von Jülich das Siersdorfer Kirchenvermögen dem Deutschritterorden geschenkt.

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