Resolution warnt vor Gefährdung des Schulstandorts Titz

Von: hfs.
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Mit dem Sozialdemokraten Fred
Mit dem Sozialdemokraten Fred Schüller (Mitte) wählte der Rat der Gemeinde Titz einen neuen zweiten stellvertretenden Bürgermeister. Foto: hfs

Titz. Die Titzer Politik fürchtet um ihren Schulstandort. „Würde eine Gesamtschule Aldenhoven-Linnich, so wie sie aktuell in der Diskussion ist, durch die Bezirksregierung Köln genehmigt, würde dies gleichzeitig die schlüssige Order bedeuten, dass die Gemeinde Titz im Bereich der Sekundarstufe I von der Landkarte verschwindet”.

Das sagte Bürgermeister Jürgen Frantzen bei der jüngsten Ratssitzung.

Zuvor war eine Resolution des Rates zur Erhaltung einer flächendeckenden und wohnortnahen Beschulung im Sekundarbereich I für die Gemeinde Titz verabschiedet worden - einmütig bei einer einzigen Enthaltung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Paar. Der hatte vor der Abstimmung eine Sitzungsunterbrechung beantragt zwecks Beratungsbedarfs der Christdemokraten zu dieser Resolution, zu der sich die Verwaltung einen Tag zuvor aufgrund der Veröffentlichungen in den Ratsinformationssystem der Kommunen Linnich und Aldenhoven veranlasst sah.

Wie bereits berichtet, favorisieren Linnich und Aldenhoven nunmehr die Errichtung einer sechszügigen Gesamtschule mit jeweils drei Zügen an zwei Standorten in vertikaler Gliederung. Dabei setzt man auf eine noch ausstehende Änderung des Schulrechts, die eine solche, bisher rechtlich unzulässige Variante ermöglichen würde. „Käme eine solche Schulvariante, die als nicht unwahrscheinlich angesehen werden muss, zum Zuge, hätte dies gravierende Auswirkungen auf unsere Bemühungen, gemeinsam mit der Stadt Jülich ein Wohnort-nahes Sekundarschulangebot in Titz zu ermöglichen”, beschrieb Frantzen das drohende Szenario.

Gegenwärtig befindet sich laut Titzer Bürgermeister die Gemeinde in zielführenden Gesprächen und konzeptionellen Vorbereitungen mit Jülich zur Errichtung einer Dependancelösung der Sekundarschule Jülich für einen Parallelbetrieb der ersten beiden Jahrgänge auf Titzer Gemeindegebiet. So gibt die Resolution wider, dass eine Gesamtschule Aldenhoven-Linnich, egal ob horizontal oder vertikal gegliedert, nicht im Interesse des nordrhein-westfälischen Schulkonsenses sein könne. Denn der sei ja darauf ausgerichtet, Schulen im Sekundarbereich I in der Fläche des Landes zu erhalten, nicht stillzulegen. So appelliert der Rat der Landgemeinde an die politisch Verantwortlichen in Linnich und Aldenhoven, sich an die im Rahmen der Schulentwicklungsplanung im Kreis Düren getroffenen Vereinbarungen zu halten und „in politischer Verantwortung für die gesamte Schullandschaft im Nordkreis Düren eine flächendeckende und wohnortnahe Beschulung im Sekundarbereich I zu ermöglichen”.

Für den auf eigenem Wunsch aus dem Rat ausgeschiedenen Gregor von Contzen (W.I.R.) wurde als zweiter stellvertretender Bürgermeister der Sozialdemokrat Fred Schüller gewählt. Zuvor wurde ein Antrag der W.I.R.-Fraktion, künftig auf einen zweiten stellvertretenden Bürgermeister aus finanziellen Gründen zu verzichten, mehrheitlich abgelehnt. Dies führte dazu, dass die W.I.R.-Fraktion mit Detlef Cremer den eigenen Fraktionsvorsitzenden vorschlug, was den Unmut der SPD hervorrief. „Zuerst plädieren Sie für die Abschaffung, zieht der Rat nicht mit, dann stellen Sie einen eigenen Kandidaten auf. Das ist schon dreist”, erzürnte sich Johannes Vaehsen. Bei der geheimen Wahl entfielen auf Schüller 19 Ja-Stimmen, auf Cremer - die W.I.R. hatte fünf stimmberechtigte Ratsvertreter - entfielen ebenso viele Stimmen. Eine Stimme war ungültig.
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