Kreis Düren - Rentenversicherung streicht Sprechtage

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Rentenversicherung streicht Sprechtage

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Die Rente ist für viele ein Buch mit sieben Siegeln. Entsprechend groß ist der Bedarf an fachkundiger Beratung. Seit Jahren stehen Mitarbeiter der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland Ratsuchenden immer am zweiten Donnerstag im Monat im Niederzierer Rathaus Rede und Antwort.

Sie informieren in allen Fragen rund um die Rente, helfen beim Ausfüllen der nicht immer übersichtlichen Anträge und leisten damit wichtige Vorarbeit für die Versicherungsämter.

Doch mit der Beratung vor Ort soll jetzt Schluss sein. Die Geschäftsführung der DRV in Düsseldorf hat entschieden, dass der Sprechtag im Niederzierer Rathaus ab Januar 2014 gestrichen wird. Und Niederzier ist nicht der einzige Ort, aus dem sich die DRV zurückzieht. Betroffen sind auch Inden, Langerwehe, Merzenich, Nörvenich, Kreuzau, Nideggen, Aldenhoven und Hürtgenwald.

Termine stets gut besucht

Nur Linnich und Heimbach bleiben erhalten. Eine Entscheidung, die nicht nur beim Niederzierer Bürgermeister auf Unverständnis stößt. „Die Beratungstermine bei uns im Rathaus waren immer sehr gut besucht“, betont Hermann Heuser. Und er ist überzeugt, dass der Beratungsbedarf weiter steigen wird. „Angesichts des demografischen Wandels ist es aus meiner Sicht falsch, das Angebot vor Ort einzustellen“, erklärt Heuser.

Das sieht die DRV anders: „Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung, die einen höheren Beratungsbedarf in Rentenangelegenheiten bei den geburtenstarken Jahrgängen mit sich bringt, sind wir gezwungen, unsere Abläufe zu optimieren“, erklärt DRV-Sprecher Jochen Müller auf DZ-Anfrage. „Nur so können wir diese Herausforderung mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen meistern.“

Ziel sei es, die Kräfte im Service-Zentrum Düren zu bündeln. Wege- und Reisezeiten der Mitarbeiter sollen eingespart werden, um diese Zeiten für reine Beratungsarbeit nutzen zu können. Hintergrund: Das Service-Zentrum Düren ist nicht nur für den Kreis Düren, sondern auch für die Kreise Euskirchen, Rhein-Erft und Rhein-Sieg mit insgesamt rund 250 000 Versicherten zuständig. Fahrten in die dortigen Rathäuser können schon einmal länger dauern.

Wartezeit verkürzen

Wie zu hören war, soll auch die Wartezeit auf einen Beratungstermin im Service-Zentrum verkürzt werden. Die kann in Großstädten wie Köln schon mal zwei Monate betragen, liegt in Düren nach DZ-Informationen aber aktuell nur bei rund einer Woche.

Wenn die DRV-Geschäftsführung in Düsseldorf bei ihrer Entscheidung bleibt, können sich Ratsuchende ab Januar nur noch an das Service-Zentrum in Düren, Goethestraße 4, Telefon 02421/48201, wenden. „Ergänzend weisen wir auf die Möglichkeit hin, dass die Rentenversicherten im Vorfeld einer Beratung kostenlos unser Bürgertelefon (Telefon 0800/100048013) nutzen können“, erklärt Müller. „Dort erhalten sie Informationen zu Renten- und Versichertenfragen sowie zu den Anspruchsvoraussetzungen unserer Leistungen. Auch ihren Versicherungsverlauf können sie hier anfordern.“ Zudem weist Jochen Müller auf das Internetangebot www.deutsche-rentenversicherung-rheinland.de hin.

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