Reng Rong im „Kulturrucksack NRW“

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Die Stelen des Künstlers Ren Rong zieren derzeit den Renaissancegarten in der Zitadelle. Foto: W. Schneiders

Jülich. Im „Kulturrucksack NRW“ des Landes Nordrheinwestfalen, der seit 2012 Kunst- und Kulturaktionen für Kinder und Jugendliche fördert, steckt dieses Jahr auch das Kreativprogramm des Museums Zitadelle Jülich.

An insgesamt vier Terminen im Juli und August wird Cornelia Brockerhoff in Workshops mit den Kindern die Ausstellung des chinesischen Künstlers Ren Rong erforschen und sich gemeinsam mit ihnen zu eigenen Kunstwerken inspirieren lassen.

Erwartet man von Ren Rongs Skulpturen aus Stahl, dass sie entsprechend ihres Materials Schwere und Wuchtigkeit verbreiten, so wird man beim Besuch der Ausstellung überrascht. Die übermannsgroßen Stelen strahlen eine Leichtigkeit aus, die ihre Verwandtschaft zu den traditionellen chinesischen Scherenschnitten erkennbar werden lässt. Seine Kunst formt Ren Rong aus alltäglichen Eindrücken, aus Bildern, Gedanken, Büchern und Worten – aus der Interaktion mit der Welt und den Menschen, aus dem „Dialog der Weltkulturen“.

Die Offenheit und Freude am Austausch und an der Kommunikation, die der Künstler in seinen Werken erkennen lässt, lässt Frau Brockerhoff in ihren Workshops für die Kinder und Jugendlichen greifbar werden lassen. Dazu hat sie sich drei Herangehensweisen ausgedacht. Das „Papier-Theater“ findet als nächster Termin am 21. Juli von 11–18 Uhr statt. Aus Pizzakartons entstehen kleine Bühnen und Figuren für fantasievolle Szenen in eigener Regie. Zwischendurch stärken sich die Teilnehmer mit, was läge näher, Pizza. Einen zweiten Termin für das „Papier-Theater“ gibt es am 18. August von 11 bis 18 Uhr.

Beim Workshop „Bilder-Rollen“ (2. August, 14-18 Uhr) werden, nach dem Vorbild chinesischer Bild- und Buchrollen, Kunstwerke auf einer langen Papierbahn gestaltet. Die Form gibt den jungen Künstlern viel Raum für Ideen und erinnert dabei an das Format der ausgestellten Stelen. Im Sonnenlicht erwachen die Schatten von Ren Rongs Stelen als eigene Kunstwerke zum Leben. Zum „Schatten-Spiel“ (24. August, 14-18 Uhr) werden die Teilnehmer einmal genau hinschauen wie so ein Schatten wohl tickt, und anschließend selbst Schatten-Kunstwerke erschaffen.

Ergänzt werden alle Termine mit einem Spaziergang über den Wall und einem Rundgang durch die Kasematten der Zitadelle. So können die Jugendlichen auch einmal die sonst nicht so leicht zugänglichen Bereiche der Festungsanlage entdecken.

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren. Die Teilnahme ist dank der Förderung durch den „Kulturrucksack NRW“ kostenlos. Anmeldung und Information im Kulturbüro bei Christoph Klemens, Telefon02461-63284 oder E-Mail an: cklemens@juelich.de.

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