Renaissance des Altkreises: „JÜL” und eine „Nord-VHS”?

Von: -vpu-
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Jülich. Das Comeback eines Kennzeichens ist noch lange nicht sicher. Ob in Jülich - oder auch im „Altkreis” mit Aldenhoven, Linnich, Titz und Inden - bald wieder Fahrzeuge das JÜL-Nummernschild tragen können, entscheidet sich nach einer eingehenden Prüfung durch die Stadtverwaltung.

Die CDU hatte einen entsprechenden Antrag gestellt (wir berichteten), über den der Haupt- und Finanzausschuss am Montag nur kurz beriet. Allerdings wurden die zu klärenden Fragen erweitert: Kann Jülich auch wieder eine eigene Zulassungsstelle bekommen? Peter Capellmann erklärte, dass seiner Fraktion nicht an einer nostalgischen Abkehr von der fast 40-jährigen Zugehörigkeit zum Kreis „DN” gelegen sei. Die Union könnte sich aber vorstellen, dass die „JÜL”-Kennzeichen positive Werbeträger für die Herzogstadt darstellen. Heinz Frey (Jül-Fraktionschef) kündigte die volle Unterstützung durch die UWG an. Auf Anregung von Jürgen Laufs, Fraktionsvorsitzender der Grünen, soll auch geklärt werden, ob der Kreis in Jülich tatsächlich eine Zweigstelle der Straßenverkehrsamtes einrichtet. Der Kreis hatte hierauf in jüngerer Vergangenheit eher skeptisch reagiert. Allerdings steht weiter die Frage im Raum, ob Stadt Jülich und Kreis Düren in einem Dienstleistungszentrum ihre Kapazitäten bündeln. Am Platz, so Laufs, könne es nicht scheitern.

In eine ähnliche Richtung geht auch eine weitere Prüfung durch die Stadtverwaltung Jülich: Die Bildung einer „Nordkreis-Volkshochschule” gemeinsam mit der Stadt Linnich sowie den Gemeinden Aldenhoven und Titz wird untersucht, um „die VHS bei mindestens gleichbleibender Qualität noch kostengünstiger zu fahren”, wie Dezernent Günter Vogel in seiner Vorlage darlegt und mutmaßt. Der Dialog mit den Nachbarn, die wohl auch Geld sparen könnten, ist aufgenommen, und die Prüfungen laufen auch in den anderen Rathäusern.

Ähnliches gab es bereits: Bis 1986 war die „VHS JuLiA” für Jülich, Linnich und Aldenhoven zuständig. Das wurde laut Vogel auf Nachfrage im Ausschuss aus „politischen Gründen” damals beendet.
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