Reise durch die Welt der Musik

Von: rb
Letzte Aktualisierung:
noiseless_bu
Verliehen ihren Lieblingsliedern eine ganz eigene Note: Ellen Gürtler und Werner Kremers machten im Rahmen der Noiseless-Reihe mit ihrem Publikum eine Reise in die Welt ihrer persönlichen Hitliste. Foto: Beyß

Jülich. Nüchtern betrachtet bestehen Lieder lediglich aus verschiedenen Tonabfolgen, die aneinander gereiht und ausgeschmückt werden. Und trotzdem kann Musik Gefühle erregen und Erinnerungen ins Gedächtnis rufen - allen voran natürlich die eigenen Lieblingslieder. Doch was macht ein Lied zum Lieblingslied?

Diese Frage stand im Mittelpunkt der ersten Noiseless-Veranstaltung in diesem Jahr. Um der Antwort ein wenig näher zu kommen, machten die Sängerin Ellen Gürtler und der Pianist Werner Kremers mit ihrem Publikum eine Reise in die Welt ihrer persönlichen Hitliste.

Wer allbekannte Ohrwürmer und Chartbreaker erwartet hatte, wurde zwar enttäuscht, aber erlebte dafür eine berührende und eindrucksvolle Darbietung, die nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich überzeugte. Schlicht und bewusst ohne schauspielerische Elemente vermittelten Ellen Gürtler und Werner Kremers die Gefühle, die sie mit ihren Lieblingsliedern verbinden.

Ob Jazz, Blues, Pop oder auch Chanson - stilistische Grenzen spielten keine Rolle. Die Musiker interpretierten und spielten jeden Song auf ihre eigene Art und verliehen ihrem Programm so eine eigene Note, die sich wie ein roter Faden durch den Abend zog. Mit ihrer klaren, eindringlichen Stimme übernahm Ellen Gürtler die meisten Gesangsparts und wurde dabei von Werner Kremers auf dem E-Piano begleitet, doch auch er griff ab und an zum Mikrofon.

Das Programm bestand hauptsächlich aus Balladen, wie zum Beispiel „I´m glad there is you” von Randy Crawford oder „Der Weg” von Herbert Grönemeyer. Bei Songs wie „Sister” von Peggy Lee kam nach und nach zur Harmonik auch eine ordentliche Portion Rhythmus hinzu. „Gute Musik muss nicht bekannt sein”, bemerkte Werner Kremers, bevor er das selbstkomponierte Lied eines Freundes anstimmte. Die bewusste Auswahl der Stücke gab dem Publikum an vielen Stellen die Möglichkeit, unbekannte Songs neu für sich zu entdecken.

Seit zwei Jahren musizieren Ellen Gürtler und Werner Kremers gemeinsam. In dieser Zeit haben sie rund acht Auftritte absolviert. „Wir sind sozusagen eine positive Folge der Gesundheitsreform”, lächelte Ellen Gürtler. Die Logopädin und der Internist lernten sich auf einer beruflichen Veranstaltung kennen und fassten dort schnell den Plan, gemeinsam ein Programm auf die Beine zu stellen. Seit vielen Jahren widmen sich die beiden in ihrer Freizeit der Musik.

Bei ihrer Darbietung bewiesen sie, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. „Die Musik bewahrt mich vor schlechten Gefühlen”, erklärte Kremers. Sicherlich vertrieb die Musik auch an diesem Abend den ein oder anderen negativen Gedanken, sowohl bei den Musikern, als auch bei den Zuhörern. Es fand sich zwar keine allgemeingültige Antwort auf den Ursprung von Lieblingsliedern, doch fest stand: Es ist gut, dass es sie gibt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert