Jülich - Reise auf die Philippinen auf den Spuren der Liebe

Reise auf die Philippinen auf den Spuren der Liebe

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Der Gast aus Deutschland im Musterdorf mit dem „Organic Farming“. Foto: Range
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Kathi Range beurteilt den Gesundheitszustand der Straßenkinder. Foto: Range

Jülich. Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir ungefragt weggehen und Abschied nehmen müssen. Das ist ein Wort von Albert Schweitzer. Im März dieses Jahres reisten Kathi Range und Jochen Range auf den Spuren der Liebe, die Helga Range auf den Philippinen bei den Menschen in den Projekten der „Aktion Wasserbüffel“ hinterlassen hat.

Kathi ist die Schwiegertochter und hat die Leitung von „Aktion Wasserbüffel“ nach dem Tod von Helga Range im September vorigen Jahres übernommen. „Aktion Wasserbüffel“ führt die Projekte fort, die Helga Range am Herzen lagen. Ein ganz wichtiges war der Bau eines Schulgebäudes im Dorf Nueva Vida auf der Insel Bohol. Die Schule wurde im Taifun 2013 völlig zerstört.

Kathi und Jochen Range wurden von den Dorfbewohnern, den Lehrerinnen und den Schulkindern begeistert empfangen. Die Schule wurde von den Spenden so solide gebaut, dass die Dorfbewohner dort bei mehreren kleineren Taifunen Schutz suchten, erzählte die Schulleiterin. Mittlerweile besuchen Kinder von fünf umliegenden Ortschaften die neue Schule. Dennoch gibt es dort noch etwas zu verbessern. Kathi Range sagte weitere Unterstützung für den Ausbau der Wärmeisolierung des Daches zu, so dass die subtropische Sonnenhitze auch in der heißen Jahreszeit das Innere nicht unerträglich aufheizt.

Auch die Projekte zur Untersuchung von Schulkindern in den ländlichen Gebieten von Bohol, hier ist Ärztin Grace Molina tätig, werden durch Aktion Wasserbüffel verstärkt fortgeführt. In dem Dorf, wo die nächste ärztliche Untersuchung stattfindet, werden die Gäste herzlich von den Bewohnern empfangen, die im Dorf die Mission vorbereitet. Es ist ein sehr aktives Musterdorf mit einer tüchtigen Dorfregierung. Sie haben auch ein Projekt „Organischer Landbau“ auf die Beine gestellt. Zu den Früchten und Gemüsen der ökologischen Landwirtschaft wird zum Essen eingeladen, direkt neben den Komposthaufen mit den Wurmzüchtungen, die den Humus produzieren. Hier ist kein teurer Kunstdünger erforderlich.

Die Vorbereitung der Gemüse fasziniert, denn sie werden von den Frauen mit riesigen Messern wie Macheten geschält und in kleine Stücke geschnitten. Das Essen ist vorzüglich. Zum Abschluss des viertägigen Projektbesuches in Bohol hatten die Partnerinnen von „Aktion Wasserbüffel“ einen Gedenkgottesdienst für Helga Range und einen Solidaritätsabend organisiert. Viele Menschen kamen. Im Gottesdienst und im Gedenkvideo wurde mit folgenden Worten an Helga erinnert:

„Helga, Du lebst weiter in unseren Herzen durch die außerordentlichen Dinge, die Du für die armen und vergessenen Dörfer und ihre Menschen in Bohol und an anderen Stellen auf den Philippinen getan hast. Die Menschen, deren Herzen Du berührt hast, werden sich immer an Dich erinnern. Die Schule, die Du gebaut hast, ist Dein Denkmal, Helga Range, Frau voller Stärke und Mitgefühl, und von großer Fröhlichkeit.“

Nach diesem bewegenden Abschied ging die Reise zu den Spuren weiter. Zwei Projekte auf der Insel Cebu, das Kinderdorf Batang Pinangga und die Schule auf der Straße für Straßenkinder sollen weiter unterstützt werden. Das Kinderdorf braucht dringend eine neue Wasserversorgung. Die Quelle auf den Bergen, die durch eine drei Kilometer lange Wasserleitung – von Aktion Wasserbüffel gefördert – mit dem Kinderdorf verbunden ist, läuft immer spärlicher. Zu radikal waren die Abholzungen des Waldes im Einzugsgebiet der Quelle. Auch ein weiteres Projekt ist geplant. Die Jugendlichen, die hier oft jahrelang gelebt und die Schule besucht und auch eine Ausbildung erhalten haben, versuchen jetzt, auf eigenen Beinen in der Millionenstadt Cebu City zu stehen. Sie suchen Arbeit. Für die Übergangszeit plant Butch Carpintero, der Leiter des Kinderdorfes, ein Wohnheim mit Betreuung am Rande der Großstadt.

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