Reihe „Junges Theater“: Leben und Tod einer starken Frau

Von: Kr.
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Anna Sophia Zimniak (l.) und Babette Verbunt brachten dem Publikum das Leben der jüdischen Journalistin Louise Straus-Ernst näher. Foto: Kròl

Jülich. Einer der Schwerpunkte am Gymnasium Zitadelle ist die Theaterpädagogik, und seit vielen Jahren gibt es immer wieder Theateraufführungen, die von den Schülern und Schülerinnen in den Theater AGs einstudiert wurden.

Um diesen Schwerpunkt noch weiter hervorzuheben, wurde in einer Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Jülich die Reihe „Junges Theater“ ins Leben gerufen, um den jungen Menschen für kleines Geld hochwertiges Theater näher zu bringen. Für jede Stufe ist ein Theaterstück geplant. Den Anfang machte das Helios Theater Hamm für die 9. bis 10. Klassen.

Mit „Lou“ stellten Anna Sophia Zimniak und Babette Verbunt, die von Dorit Neumann am Projektor und Barbara Kölling Musik und Regie, unterstützt wurden, das Leben von Louise Straus-Ernst vor.

Beginnend in den goldenen Zwanzigern, als diese junge und lebenslustige Frau die Freiheit und die Liebe entdeckte, bis hin zu ihrer Deportation im Juni 1944 mit dem vorletzten Zug nach Auschwitz führt das Ensemble seine jungen Zuschauer durch das Leben der jüdischen Journalistin.

Schillernde Persönlichkeit

Verheiratet mit dem Künstler Max Ernst, stellt sie eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Kunstszene dar. Dies ändert sich schlagartig, als sie sich von ihrem Mann trennt und die Nazis die Macht ergreifen.

1933 emigriert Louise Straus-Ernst nach Paris und wird im April 1944 verhaftet. In Auschwitz wird sie kurz vor der Befreiung noch vergast.

Eindrucksvoll gibt das Ensemble dieses bewegte Leben wieder, das geprägt war durch Verlust und Liebe, der Suche nach Freiheit und Selbstbestimmung, aber auch durch Lebensfreude, Kameradschaft und später von Angst, Unterdrückung und dem Überlebenskampf. Die beiden Schauspielerinnen erzählen diese Geschichte unterstützt von großen Projektionen auf der Bühne, die gleichzeitig Einblick in die damalige Zeit und es die Schüler unmittelbar erleben lassen. Kr.

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