Reifenwechsel an der Roten Couch

Von: Kr.
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Die „rote Couch“, mobil, so stellen sich die Kfz-Mechatroniker dieses Möbelstück von Horst Wackerbarth vor. Foto: Kròl

Jülich. Die Rote Couch des Fotografen und Videokünstlers Horst Wackerbarth ist bereits rund um die Welt gereist, stand an den unterschiedlichsten Orten von der Mülldeponie bis zum Luxushotel, auf Baustellen und inmitten wilder Natur.

Kleine und große Leute haben auf ihr Platz genommen, doch der Künstler möchte sein liebstes Möbelstück nicht nur alleine nutzen. Im März besuchte er das Berufskolleg in Jülich und schlug den Schülern und Schülerinnen vor, mit seiner Couch einmal selbst zu arbeiten (wir berichteten).

Nachdem sich die erste Verblüffung gelegt hatte, sprudelten auch schon die Ideen. Und nun sind die Schüler zur Tat geschritten. Die Couch steht zurzeit auf einer Hebebühne in der Kfz-Werkstatt der Schule. Sechs Kfz-Mechatroniker der Mittelstufe hatten die Idee und wollten zumindest andeutungsweise die Couch mit Rädern versehen.

Damit wollten sie gleich mehrere Dinge zum Ausdruck bringen. Sie fanden, dass sie, die so viel unterwegs ist, auch einmal einen Öl- oder Reifenwechsel verdient habe. Sie fanden zudem den Kontrast zwischen der Starre des Möbelstücks, das im Normalfall an einem festen Ort steht, und der Mobilität dieser Couch besonders reizvoll. Da sich auch zwei junge Damen in ihrem Team befinden, war es für sie auch eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass Kfz-Mechatroniker auch für Mädchen eine gute Berufswahl sein kann.

Natürlich hielten sie, wie Wackerbarth selbst auch, den Projektgang im Bild fest. Holger Foltz, der von Seiten der Schule gemeinsam mit den Schülern des beruflichen Gymnasiums das Projekt betreut, meinte, dass es ganz gut in die Gänge komme und viele gute Ideen „in den Köpfen der Schüler rumoren“.

Unterstützt wird das Kunstprojekt Rote Couch vom Veranstaltungsmanagement des Kulturbetriebs Aachen im Rahmen des Karls-Jahres.

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