Jülich - Reges Händlertreiben im Festungsgemäuer der Südbastion des Brückenkopfs

Reges Händlertreiben im Festungsgemäuer der Südbastion des Brückenkopfs

Von: ptj
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Hochwertige Waren im zauberhaft beleuchteten historischen Gemäuer der Südbastion locken zahlreiche Besucher aus Nah und Fern. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Gerne bring ich euch zum Weihnachtsfeste mit diesem Markt nur das Allerbeste...“ Mit einem Reim auf den Lippen eröffnete ein Rauschgoldengel am Freitagabend auf der romantisch beleuchteten Südbastion den dritten dreitägigen Adventsmarkt.

Kerzen und Holzkohlenfeuer brannten, große geschmückte Tannenbäume strahlten neben den Toren der Bastion und vor dem Pulvermagazin, kleinere Bäume unterstrichen das Winterwaldambiente. Knapp 60 Kunsthandwerker aus dem Dreiländereck präsentierten in den zauberhaft ausgeleuchteten Kammern ihre breit gefächerte Palette kreativer Geschenkideen, dazu roch es nach Bienenwachs, Gebäck und Kräuterbonbons.

Mit rotem Tuch bedeckte Strohballen luden die zahlreichen Gäste ein, an den aus Holzpaletten gezimmerten Tischen Platz zu nehmen, auf denen jeweils eine große Kerze brannte.

„Es darf mit den Händen geschaut werden“, lautete eine außergewöhnliche Einladung. Befühlen durften die Gäste etwa Wanddekorationen mit ins Holz eingearbeiteten Metall-Intarsien, „magnetische Schlüsselbücher“ oder Adventskerzenschiffe. Zudem lockten etwa „Stoffträume“ sowie solche aus Keramik, Leder und Wolle für Klein und Groß, handgearbeitete Plüschtiere mit passendem separaten Kleidersortiment, getöpferte Urzeitechsen, Schmuck aus altem Silberbesteck mit persönlicher Note, Recycling-Engel mit Wiedererkennungswert oder handgenähte Weihnachtsbaumdekorationen.

Komplettiert wurde das ausgesuchte Angebot durch hochwertige Bürstensortiments, massive Holzutensilien für den täglichen Gebrauch und mit „Liebe“ gefertigte Putzlappen. „Les ruches des Abeilles“ (Die Bienenstöcke) offerierten Kerzen, Weine und Glühmet, mit Honig bestrichene Brotstücke wurden zum Verkosten gereicht.

Keramiktassen mit Jülich-Motiv

Zum Andenken an einen außergewöhnlichen Adventsmarkt in historischem Gemäuer eigneten sich Keramik-Tassen oder -schalen mit Jülich-Motiven.

„Schön, ne? Ich bin das erste Mal hier. Die haben außergewöhnliche Sachen“, solcherlei Bemerkungen aus Besuchermund unterstrichen den Wert des Marktes. Ein schönes Beispiel dafür sind auch die handgefertigten Blumenvasen, Kerzenständer, Tassen oder Töpfe mit ansprechenden afrikanischen Motiven auf Emaille, die Hildegard Müller aus Köln im Rahmen einer Kooperation mit einer Familie aus Simbabwe verkaufte. Durch diese fair gehandelte Produktionspalette kann die afrikanische Familie „ihre Kinder in die Schule schicken“.

In den oberen Kammern der Bastion las Waltraud Weyand Kindern aus ihrem Geschichtenbuch „Erzähl mir was!“ vor. Musikalisches Highlight war das schwungvolle Swingtrio „The Triplets“ in charmanter Zweierbesetzung. Die swingenden Damen begeisterten am Samstag auf der Außenbühne mit ihren mehrstimmigen Weihnachtsklassikern. Traditionell gab der Singkreis der Senioren aus Jülich am Sonntagmittag sein musikalisches Stelldichein.

Die im Außenbereich angesiedelten Gastronomen boten unter anderen Wurst vom Schwenkgrill, Fleischspieße mit Brot und leckeren Saucen, Elsässer Flammkuchen in allen Variationen, „Kartoffelspirälchen“, süße Leckereien, Glühwein und Kaffeespezialitäten an. Ebenfalls vor der Bastion kreierte „le Clown“ Helmut Ruettgers Luftballonfiguren.

In guter Tradition war der Besuch des Adventsmarktes sowie der des gesamten Brückenkopf-Parks an den drei Markttagen als spezielles „Bonbon“ für die aus Nah und Fern angereisten Besucher kostenfrei. Veranstalter war erneut „Junge Kreative“. Gert Schiffers hatte das Genre der Kunst- und Lifestylemeile in der Norbert Junge GmbH ins Leben gerufen und sein Rentendasein vertagt, weil die Arbeit ihm immer noch so viel Spaß bereitet.

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