Reformation und Konfessionalisierung in der Euregio

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Jülich/Aachen. Im Aachener Raum wurde ein sogenannter „Dritter Weg“ zwischen den Konfessionen gesucht.

Gemeint ist das Ringen um religiöse Toleranz und eine öffentliche Religionsausübung für Katholiken, Lutheraner und Reformierte, das zu einem relativ friedlichen und gleichberechtigten Miteinander in der Euregio führte.

In diesem Rahmen bietet die Evangelische Erwachsenenbildung am Mittwoch, 30. August, von 10 bis gegen 15.30 Uhr einen Besuch der Ausstellung mit der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges und Elke Bennetreu an. Die Ausstellung betrachtet den Raum zwischen „Maas und Rhein“ und folgt diesem „Dritten Weg“.

Unberührt blieb die Region im Aachener Raum nicht durch die Reformation und die Suche nach einer individualisierten, innerlichen Frömmigkeit und das Bestreben um eine Reform der Kirche. Diese Prozesse vollziehen sich im Windschatten des Achtzigjährigen Kriegs in den Niederlanden und des Dreißigjährigen Kriegs in Deutschland. Sie haben auch den Jülich-Klevischen Erbfolgestreit beeinflusst.

Parallel zur Ausstellung im Centre Charlemagne geht das Internationale Zeitungsmuseum der Feier der Reformationsfeste seit dem 19. Jahrhundert nach und stellt die internationale Resonanz und Bewertung der Reformation im Abstand von jeweils 50 Jahren an anschaulichen Pressezeugnissen vor (1817, 1867, 1917, 1967, 2017). Das Einsehen der Zeitungen und Ausstellungsstücke erfolgt individuell, es wird keine Führung seitens des Zeitungsmuseums angeboten. Auch das Couven-Museum zeigt mit „Gold und Silber aus Klöstern des Dreiländerecks“ eine mit dem Thema einhergehende Ausstellung.

Die Kosten betragen 17 Euro für Eintritte (Kombiticket) und Führung im Centre Charlemagne bei Eigenanreise. Bei der Bildung von Fahrgemeinschaft ist die Evangelische Erwachsenenbildung gern behilflich.

Der Veranstalter bietet um Anmeldung unter Telefon 02461/9966-0 oder E-Mail an: eeb@kkrjuelich.de.

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