Recycling von CDs und DVDs bringt Geld für soziale Einrichtungen

Letzte Aktualisierung:

Jülich. Seit drei Jahren steht die Entscheidung über die Anschaffung von Behältnissen zur Sammlung von CDs und DVDs im Jülicher Rathaus aus. Das wurde jetzt im Planungs-, Umwelt- und Bauausschuss thematisiert.

2006 wurde das Projekt zur Einführung eines verbandsweiten CD-Recyclingsystems vorgestellt und seitdem auch in allen Kommunen im Kreis Düren umgesetzt, außer in Nideggen und Jülich. Das Projekt trägt zur Abfallvermeidung bei, denn noch werden die nicht mehr benutzten CDs einfach in die Mülltonne geworfen.

CDs bestehen jedoch zu 99 Prozent aus Polykarbonat, einem Werkstoff, der zur Herstellung von Produkten für die Medizintechnik oder für die Computer- und Automobilindustrie geeignet ist. Für eine Tonne CDs könnten 500 bis 800 Euro erzielt werden. Das Geld soll in soziale Einrichtungen fließen.

Die Kosten für die Gefäße, die im Rathaus gut zugänglich aufgestellt werden sollen, werden von der AWA Entsorgung und den ZEW getragen. Probleme bereitet aber der spärliche Brandschutz im Rathaus. Durch die Gefäße würden Fluchtwege versperrt. Außerdem sei es rechtswidrig, die Erlöse sozialen Einrichtungen zukommen zu lassen. Denn ein Teil des Geldes müsse dem Gebührenzahler zu Gute kommen.

Dies scheint jedoch in den anderen Dürener Kommunen nicht zu Problemen geführt zu haben. So beschloss der Ausschuss einstimmig, die Sammelgefäße vorerst in einer Schule aufzustellen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert