Realschüler unterstützen Kinder-Projekte

Von: ptj
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Scheckübergabe vor versammelt
Scheckübergabe vor versammelter Schulgemeinde: Jochen und Helga Range (v. l.) mit den Schülerinnen Sara-Elena Ritz und Meike Scholz, Organisatorin und Lehrerin Gundi Jumpertz sowie Schulleiter Paul Krahe. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Im Namen der philippinischen Kinder vielen Dank”, sagte Helga Range, die mit Ehemann Jochen im Pausenhof der Realschule vor der versammelten Schulgemeinde einen Scheck über 3008,80 Euro entgegennahm.

Das Geld, das zwei Projekten für Straßenkinder im Rahmen der „Aktion Wasserbüffel” zugute kommt, stammt aus dem Sponsored Walk innerhalb der schulischen Projektwoche im Mai, bei dem Schüler und Lehrer insgesamt 512 Kilometer zurücklegten.

Mit 18 km erzielte Tobias Tanzmann den größten Erfolg, allerdings hatte er die pfiffige Idee, die Strecke mit Inlinern zu bewältigen. Die Organisationsstaffel steuerte stolze 706 Euro, die Lehrerstaffel 180 Euro bei. Anna-Maria Kurt aus der Klasse 6c und Ruben Regert aus der 5b erliefen jeweils ganze 200 Euro von den insgesamt 450 Euro der 6c und der 490 Euro der 5b.

Spendenläufe fürs Kinderdorf

Schon seit langem unterstützt die Aktion Wasserbüffel das Kinderdorf „Batang Pinangga”, die wiederum seit vielen Jahren durch die unermüdlichen Spendenläufe der Jülicher Realschule Gelder für die gute Sache zussammenbekommen.

Jochen Range verlas eine E-mail von Kinderdorfleiter Butch Carpintero, der sich für die liebevolle Betreuung bedankt: „Unser neuestes Kind ist Junnel. Er lebte auf den Straßen der Slums von Cebu City mit seinem Großvater. Seine Mutter hat ihn verlassen, sein Vater sitzt wegen Drogengebrauchs im Gefängnis. Seitdem Junnel hier ist, blüht er auf und ist voller Energie”.

„Schule auf der Straße” heißt das zweite Projekt, das seit 2009 in den Genuss der „Wasserbüffel”-Unterstützung kommt und schon viel Aufsehen erregt hat: Straßenkinder der Millionenstadt Cebu City werden dort, wo sie leben und schlafen, und zwar am Rande der Straße, in Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet. Zudem bekommen sie Gelegenheit, sich vor dem Unterricht zu waschen, nach den Schulstunden erhalten sie ein vollwertiges Essen.

Da sie durch das Leben auf der Straße auch seelisch verwahrlost sind, werden ihnen auch Werte wie gegenseitige Rücksicht vermittelt. Weitere sinnvolle Projekte haben sich inzwischen um „Schule auf der Straße” angesiedelt: „Medizin auf der Straße” bieten Ärzte der örtlichen Hochschule durch regelmäßige unentgeltliche Untersuchungen.

Ferner hat sich ein Rotaryclub in Cebu für das Projekt begeistert und beteiligt sich mit dem Projekt „Lebensunterhalt auf der Straße”. Der Club lehrt die Eltern der Straßenkinder Fertigkeiten, mit denen sie Geld verdienen können, wie Haareschneiden oder Massage.

Erfreulicherweise können mittlerweile zehn Straßenkinder nach zwei Jahren eine reguläre Schule besuchen und anerkannte Zeugnisse vorweisen.
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