Jülich - Realschüler erreichen zweiten Platz bei Unternehmenswettbewerb

Realschüler erreichen zweiten Platz bei Unternehmenswettbewerb

Von: Simone Dolfus
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Jülich. Viel Tüftelei steckt hinter einem preisgekrönten Projekt der Jülicher Realschule. Fünf Schüler des Informatikkurses der Klasse 10 von Schulleiter Paul Krahe haben jetzt den zweiten Platz eines bundesweiten Technikwettbewerbs der Firma Phoenix Contact mit Sitz in Blomberg erreicht.

Gefragt war danach, eine Kleinsteuerung des Unternehmens in eine sinnvolle Anwendung einzubauen. Rund 40 Schulen, meist Gymnasien und Berufsschulen, hatten ihre Vorschläge eingereicht. Parallel, aber unabhängig vom Wettbewerb in Deutschland konnten auch Schüler in den USA teilnehmen.

Nach dem Einreichen ihres Projektvorschlags und dem Dreh eines Bewerbungsvideos wurden die Realschüler aus Jülich zur Präsentation nach Blomberg eingeladen. In einer siebenminütigen Präsentation stellten sie ihre Arbeit vor, die anschließend von einer Fachjury bewertet wurde.

Mit Unterstützung des Forschungszentrums Jülich hatten die fünf Zehntklässler Jens Esser, Dennis Uselis, Nico Kos, Frank Froitzheim und Marvin Greune eine Steuerung für ein Solarhaus-Modell mit Garten entwickelt. Den Vorgaben des Wettbewerbs entsprechend beschäftigten sich die Jungen mit „Energy Saving” und das Ganze im „Homebereich”, also für die Anwendung zu Hause.

Zielsetzung war es einerseits, die Energieausbeute des Solarpanels zu steigern. Gleichzeitig sollte der Energieverbrauch durch die im Gartenbereich verbauten Schaltungen gesenkt werden. Das Modell kann in verschiedenen Modulen „angesprochen” werden - durch Zeit und Sensoren gesteuert, per Handy (SMS) oder in Form einer Nutzung als Alarmanlage. Die benötigte Hardware wurde von Phoenix Contact gestellt.


Das Modell wurde in den Holz-und Metall-Werkstätten des FZJ gebaut, mit Solarzellen bestückt und verdrahtet. Mit Rat und Hilfe zur Seite standen den Schülern die Ausbilder Stefan Turobin, Ingo Wirtz und Christoph Decker sowie Facharbeiter Michael Moers und Auszubildender Michael Vogel.

Bald freiwillige Technik-AG

„Wir hoffen, dass wir bei dem ein oder anderen das Interesse an Technik nachhaltig wecken konnten”, so Christoph Decker. Und in der Tat interessieren sich alle fünf für eine mögliche Ausbildung im Forschungszentrum. Nach dem Erfolg ihres Solarprojekts will das Quintett jetzt auch Mitschüler für die Technik begeistern. In einem Rundschreiben an die Mädchen und Jungen der siebten, achten und neunten Klassen suchen sie Teilnehmer für eine freiwillige Technik-AG, die im nächsten Jahr wieder an dem Wettbewerb teilnehmen soll.

„In erster Linie hat uns natürlich die Programmierung Spaß gemacht”, erzählt Jens Esser, „wir konnten unsere Ideen sofort umsetzen.” Aber auch der Modellbau in den Holzwerkstätten des Forschungszentrums sei eine spannende Aufgabe gewesen: „Ich glaube, keiner von uns hat schon mal so viel mit Holz gearbeitet!”

Neben einem bereits in Blomberg überreichten Zertifikat wird die Schülergruppe zur offiziellen Preisübergabe noch zur Tectoyou-Messe nach Hannover eingeladen. Die Verleihung findet zwischen dem 19. und 23. April statt.
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