Aldenhoven - Rathaus wird pflegeleichter

Rathaus wird pflegeleichter

Von: gep
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Blick in das neue Bürgerbüro: Hier können, so Bürgermeister Lothar Tertel (Bild), die Aldenhovener Bürger jetzt einen Großteil ihrer Verwaltungsgeschafte erledigen. Foto: gep

Aldenhoven. Die Sanierung des Aldenhovener Rathauses wird teurer als erwartet. Wegen der Brandschutz-Auflagen und des maroden Wasserrohrnetzes in dem Verwaltungstrakt aus den 60er Jahren wird der Kostenaufwand, der aus Mitteln des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung bestritten wird, mehr als 450.000 Euro betragen, sagt Bürgermeister Lothar Tertel.

Praktisch bedeutete dies, dass in den Toiletten im 1. und 2. Obergeschoss, um die Wasserzuführung zu sichern, zusätzliche Rohre auf dem Putz verlegt werden mussten. Tertel: „Schlimmer als in Holland.” Jedenfalls, so der Bürgermeister, würden die Bewirtschaftungskosten des Gebäudes gesenkt und das Rathaus würde insgesamt pflegeleichter.

Das „wackelnde Vordach”, das vor Weihnachten 2009 von einem Fahranfänger gerammt worden war, wird ebenfalls in den nächsten Wochen repariert. Die vier Stützen werden ausgetauscht und der Rahmen verstärkt. „Einige tausend Euro” werden diese Stahlarbeiten kosten.

Das Bürgerbüro im Erdgeschoss ist bereits in Betrieb, doch musste es aus Brandschutz-Gründen mit einer Glasfront zum Eingangsbereich abgetrennt werden. Das Bürgerbüro, besetzt von Anne Reitinger, Anna Gilson, Ute Müller und Anita Fechner, soll „aus einer Hand” den weitaus größten Teil der Verwaltungsgeschäfte abwickeln.

Dazu sind die vier Front-Office-Plätze mit einer Vielzahl von Endgeräten und einer Kasse im Schreibtisch ausgestattet. Verbessert wurde auch die Sicherheitstechnik, überall sind Alarmanlagen installiert worden.

„Es muss noch wachsen”, sagt Tertel und meint damit, dass das Sachangebot des Bürgerbüros von den Bürgern angenommen werden muss und die Öffnungszeiten den Bürger-Wünschen auch entsprechen.

Komplett neu hergerichtet - auch für den Publikumsverkehr - wurde die Toiletten-Anlage im Erdgeschoss, die auch über ein Behinderten-WC verfügt.

Schwerer Brocken

Neben dem Bürgerbüro entsteht das Trauzimmer mit einer vierteiligen Fensterfront. Doch bevor das in Angriff genommen wird, muss ein tonnenschwerer, innen mit Beton ausgegossener Tresor, in der einst Personalausweise und Reisepässe verwahrt wurden, hinausgeschafft werden.

Der Tresor hat ein solches Gewicht, das er nicht durch den Haupteingang hinaustransportiert werden kann, die Decke über dem Keller hat nicht die erforderliche Tragkraft. Deshalb wird er von einem Kran aus dem Fenster gehievt.

Im Sitzungstrakt, der im Erdgeschoss noch die Gemeindekasse beherbergt und im Obergeschoss den Ratssaal, wird nichts getan. Die Rahmen der Dünnglas-Fenster sind teilweise verrottet. Und nach Wasserschäden im Fundament werden die kleinen Baugruben nach der Reparatur nicht mehr verfüllt, sondern mit verkleideten Schalplatten abgedeckt.

Bürgermeister Tertel spielt mit dem Gedanken, die Trennwände im Erdgeschoss wieder herauszureißen, so dass es zumindest für Veranstaltungen genutzt werden könne.

Im Kommunalwahlkampf 2009 hatten sich Tertel und die CDU für einen nach hinten versetzen Neubau des Verwaltungsgebäudes ausgesprochen. Das hatte die neue Mehrheit aus SPD, Freier Wählergemeinschaft (FWG) und FDP mit Rücksicht auf die chronisch schlechte Haushaltslage abgelehnt und eine Sanierung durchgesetzt. Das kritisiert die CDU als halbherzig, weil nicht zugleich auch energetisch saniert werde.
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