Rathaus in Jülich gestürmt: Kinder sind an der Macht

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Warm und kuschelig: Im Jülicher Rathaus rückten die Narren gestern eng zusammen und genossen die gute Stimmung. Foto: Martinak

Jülich. Als Jürgen Hennes das Motto der Karnevalsfeier im Rathaus verkündete, tobten die Jülicher. Der Vorsitzende des Personalrats war einmal mehr in die Rolle des Präsidenten geschlüpft, und hat sich wohl noch nie so sehr auf diesen Augenblick gefreut. Schließlich ging es um ein Thema, welches seit Monaten beinahe jeden Herzogstädter beschäftigt: Die JÜL-Kennzeichen. Und das Motto sprach Bände: „In Jülich ist die Freude groß, DN sind wir für immer los.“

Die Grippewelle, die sich zum Leid zahlreicher Jecken bereits in den Wochen zuvor breit gemacht hatte, hinderte die Narrenschar aber keinesfalls daran, im Rathaus zu feiern. Schließlich wollten alle miterleben, wie Bürgermeister Heinrich Stommeln die Macht bis zum Aschermittwoch freiwillig in die Hände des Kinderdreigestirns legte, das mit den begleitenden Karnevalsgesellschaften das Rathaus stürmte und den Schlüssel forderte. Proppevoll waren die Amtsflure. Während auf den Straßen die Zähne vor Kälte klapperten, wurde es im Verwaltungsgebäude immer wärmer, enger und kuscheliger.

Heiß her ging es bei den aufgeführten Tänzen. Etliche Vereine hatten natürlich nur das Beste vom Besten mitgebracht. Gruppen wie etwa die Teenstars der Rursternchen, die Stadtgarde Jülich und das Solomariechen der KG Bärmer Sandhase rockten das Rathaus, sorgten für prima Stimmung und hatten sich stundenlang auf diesen Auftritt vorbereitet, um vor Bürgermeister Heinrich Stommel, den Stadtverordneten und der übrigen Narrenschar die Beine zu werfen und eine heiße Sohle aufs Parkett zu legen.

Highlight des Tages war eindeutig der Auftritt der Townhall Dancers. Hier hatten sich sieben Herren aus der Stadtverwaltung mächtig ins Zeug gelegt, um den Bürgern der Stadt zu beweisen, dass auch Beamte sehr wohl wissen, was Bewegung heißt.

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