Rassismus-Gegner unterschreiben für respektvolles Zusammenleben

Von: dmd.
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Reges Interesse am Stand der Jülicher Erklärung: Viele Menschen haben unterschrieben. Foto: Daniela Mengel-Driefert

Jülich. Nach Auftreten von rassistischen Schmierereien verfassten verschiedene Glaubensgemeinschaften Jülichs eine Erklärung, in der sie sich für das respektvolle und solidarische Zusammenleben verschiedener Glaubensrichtungen und Lebensformen in Jülich einsetzen.

Zu den Initiatoren gehören die Katholische Heilig Geist Pfarre, die Evangelische Kirchengemeinde, die freie Evangelische Gemeinde, der Marokkanische Kulturverein , die Jüdische Gemeinde Aachen und die Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz eine Erklärung. „Jülich ist eine Stadt, in der die kulturellen, religiösen und individuellen Unterschiede als Bereicherung wahrgenommen und miteinander in ihrer Vielfalt gelebt werden sollen,“ lautet ein Auszug.

Die Initiatoren laden die Bürger mit einer Unterschriftenaktion ein, sich der Erklärung anzuschließen. Am Donnerstag war das auf dem Marktplatz möglich und wurde zahlreich genutzt. „Das Interesse ist sehr groß“, sagte Anne Gatzen, Mitglied der Jülicher Gesellschaft gegen das Vergessen und für die Toleranz. Spontan nahmen Bürger Unterschriftenlisten mit, um weiter zu sammeln.

„Die Leute wollen was tun“, sagte Gatzen. So geht es auch Gründungsmitglied Barguth Faten: „Wir stellen damit klar, dass es viele Leute in der Stadt gibt, die gegen diese Schmierereien sind. Wir lassen uns das nicht gefallen.“ Auf dem Marktplatz bekannten sich 240 Unterzeichner zu der Erklärung, gesammelt wird weiterhin, noch bis Oktober, dann sollen die Unterschriften dem Bürgermeister übergeben werden.

Mittlerweile schlossen sich auch der Integrationsrat und verschiedene Vereine an.

Wer sich engagieren möchte und dazu Unterschriftenlisten benötigt, kann sich unter Telefon 02461/344286 an Heinrich Spelthahn wenden.

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