Jülich - Rasantes Rentner-Dreamteam begeistert in Jülich

Rasantes Rentner-Dreamteam begeistert in Jülich

Von: ptj
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Koblenzer Rentner-Dreamteam präsentierte In Jülich seine fünfte Show: Mit viel Spielfreude bereiten Willi (l.) alias Dirk Zimmer und Ernst (Markus Kirschbaum) dem Publikum im gut gefüllten Saal des KuBa einen höchst vergnüglichen Abend. Foto: Jagodzinska

Jülich. Das Publikum im voll besetzten Saal des KuBa hatte mächtig Spaß mit dem Comedy-Duo Willi & Ernst alias Dirk Zimmer und Markus Kirschbaum. Zum Zehnjährigen präsentierte das Koblenzer Rentner-Dreamteam sein nunmehr fünftes Programm „Gefährliches Halbwissen“.

Die Spielfreude war den beiden Komödianten der alten Schule selbst deutlich anzumerken. Sie schienen nur ein Ziel zu haben, nämlich, das Publikum mit ihrer gelungenen Mischung aus Comedy, Improvisation, irrwitzigen Sketchen und Witzen, Musik und schließlich sogar einer Tanzeinlage zu begeistern.

Nach wie vor sind die beiden dümmlich ausschauenden Herren mit rheinischer Fröhlichkeit und Koblenzer Dialekt Singles und würden diesen Zustand gerne ändern. Denn schließlich findet laut Willi „selbst der Nasenaffe eine Partnerin“, wenn auch nur eine, „die genauso Scheiße aussieht“, wie Ernst treffend konterte. Einen Tipp hatte letzterer sogleich bereit: „Alle Tabletten mal auf einmal zu nehmen, dann kommt die Schwester gelaufen“.

Die Chemie mit dem Publikum stimmte sofort, denn bereitwillig standen die lachenden Damen und Herren im gut gefüllten Saal auf Einladung auf, um ihre Selbsteinschätzung testen zu lassen. Männer, die „meinen, sie sehen noch ganz gut aus für ihr Alter“, durften sich als erste hinsetzen, dann wurde weiter gesiebt.

Der talentierte und aufgekratzte Geräuschimitator Ernst, der sich stets in Halbsätzen verhaspelt, störte gerne die poetischen Ergüsse von Willi gegenüber einer ausgewählten Dame aus dem Publikum. Im Gegenzug echauffierte sich der überraschend gebildete Willi im Stil eines Hochschulprofessors über das köstliche Halbwissen seines Partners, der etwa mit überzeugender Sicherheit vorrechnete, dass das Produkt von 13 x 7 = 2800 beträgt.

Publikum ist begeistert

Als höchst amüsant entpuppte sich das von Ernst erzählte und von Willi stets unterbrochene Märchen „Rotkäppchen“, der zur Begeisterung des Publikums aberwitzige Zusammenhänge aufspürte: „Hat der Wolf die Oma ausgezogen, bevor er sie gefressen hat?“ Aus vom aufgeforderten Publikum in den Raum geworfenen Substantiven, Prädikaten und adverbialen Bestimmungen – Begriffe, die amüsanterweise für eine Zuschauerin zuvor ins Deutsche übersetzt werden mussten – textete Willi spontan „My Way“ von Frank Sinatra um in „Mitten in Bielefeld“.

Willi, der sich „zu Höherem berufen fühlt“ und als „Grauer Panther auf Liste 22“ kandidieren will, konnte ebenso im überzogenem Fußballfachjargon die Fehlentscheidung eines Schiris ausdrücken, was Ernst in drei Worte fassen kann: „Du blinde Sau“. In einer gekonnten Papageien-Imitation griff Ernst das Anfangsthema wieder auf und sang: „Du bist so hässlich, du musst Single sein“. Die Lachkrämpfe wollten nicht enden, als Ernst seine Hose runterließ und in seiner weißen Seniorenunterhose mit der rückwärtigen Aufschrift „Alaaf“ heiße „Moves“ präsentierte.

Die rasante Show endete mit einem schwungvollen „Hip Hop für alle Rentner der Welt, die dem Treiben ein Ende setzen und den Jungen mal zeigen, wo der Hammer hängt“ und dem tosenden ­Applaus des Publikums, das einen Abend lang kaum aus dem Lachen kam.

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