Raketentreibstoff bringt auch Koslarer Kinder voran

Von: ptj
Letzte Aktualisierung:
9525936.jpg
Lehrerin Andrea Rathmann bereitet im Team mit Koslarer Schülern den Raketenstart vor. Foto: Jagodzinska

Koslar. Was passiert, wenn eine Rakete startet? Die Frage von Andrea Rathmann, Lehrerin und Leiterin der Experimentier-Arbeitsgemeinschaft (AG), beantworten Drittklässler der GGS Jülich-West in Koslar überraschend gut: „Die Rakete hat ganz viele Stufen, und jede Stufe hat Treibstoff“, weiß ein Schüler. „Feuer wird ausgestoßen, dadurch wird die Rakete hochgetrieben, denn der Boden gibt nicht nach“, erklärt ein anderer AG-Teilnehmer.

Rathmann, die seit sechs Jahren die Teilnahme ihrer Schüler am Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vorantreibt, zeigt sich beeindruckt. Natürlich wird schnellstens eine Rakete nachgebaut.

Obwohl die Schüler sie zunächst wasserbetrieben fertigen wollen, einigt man sich auf Luft als Energiequelle. Ein Luftballon wird aufgeblasen und zugehalten, eine Schnur gespannt, ein Stück Klebeband und ein breiter Trinkhalm bereit gehalten. Dann zieht Rathmann in Team-Arbeit mit ein paar Schülern die Schnur durch den Trinkhalm, der als Führung dient. Zusammen kleben sie den Ballon am losen Ende der Schnur mit Klebeband unter dem Trinkhalm fest.

Dabei muss, wie wiederum ein Schüler richtig bemerkt, die Öffnung des Ballons nach hinten in Richtung der Mitschülerin zeigen, die am anderen Ende die Schnur spannt. Rathmann löst ihre Finger von der Öffnung des Ballons und lässt los. Zur Begeisterung aller Beteiligten startet die selbst gebaute Rakete mit Schwung. Das Experiment wird in kleinen Gruppen auf dem Schulhof fortgeführt.

„Wir fangen im dritten Schuljahr mit einer Experimentier-AG an und setzten sie im vierten fort“, informiert Andrea Rathmann, die Drittklässlern einmal wöchentlich eine freiwillige Experimentier-AG anbietet. Hier erhalten die Schüler viele spannende Einblicke in die Geheimnisse der Natur.

Die Lehrerin erntet ein dickes Lob von Schulleiterin Birgit Schmidt: „Andrea Rathmann ist Initiatorin und Ideengeberin. Sie besorgt die Materialien und hält sogar am Wochenende Experimentierworkshops mit Eltern ab“, betont sie und fährt fort. „Aus dieser Freude am Experimentieren erwachsen Ideen auf Seiten der Kinder und somit auch Ideen für Jugend forscht, für die Kinder die Fragestellung entwickeln.“

„Es hat viel Spaß gemacht und wird auch weiter Spaß machen“, da sind sich die Vize-Siegerinnen Maria Klocke (9) aus Koslar und Lisa Cremer (10) aus Merzenhausen sicher. Wie kommt man denn als Neun- oder Zehnjährige auf das Thema „Beleuchtete Tasche“? Fachmännisch beantwortete Lisa die Frage: „Wir waren halt im Dunkeln unterwegs und haben in der Tasche nichts gefunden.“

Das Resultat wird sicher Damen jeder Altersstufe viel Freude machen: Beim Öffnen der Handtasche geht batteriebetrieben das Licht an.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert