Aldenhoven - Raiffeisenbank trotzt der Krise

Raiffeisenbank trotzt der Krise

Von: gre
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Aldenhoven. Im Rückblick wird das Jahr 2008 als das Jahr der weltweiten Finanzmarktkrise in Erinnerung bleiben. Nicht jedoch bei der Raiffeisenbank Aldenhoven. Sie ist von dieser Krise nicht unmittelbar betroffen. „Die Raiffeisenbank ist ein Fels in der Brandung.”

Die Vorstandsmitglieder Leonie Ottinger-Stevens und Ralf Schwegmann führten dies auf der vom Aufsichtsratsvorsitzenden Kurt Hasse geleiteten Generalversammlung bei der Vorlage der Bilanz 2008 auf das genossenschaftliche Geschäftsmodell zurück.

Die Bank genieße nach wie vor das Vertrauen der Mitglieder und Kunden. Die Kundeneinlagen stiegen gegenüber den Vorjahren. Allerdings ist eine Zurückhaltung bei Geldanlagen in Wertpapieren und Investmentfonds ebenso zu spüren wie die inverse Zinsstruktur auf Grund der Vertrauenskrise im Verkehr zwischen den Banken.

„Die Bank hat sich auch im Vorjahr solide entwickelt”, stellte Ottinger-Stevens fest. Die Bilanzsumme ist leicht auf 78,6 Millionen Euro angestiegen. Ursächlich hierfür war die Steigerung der Kundeneinlagen um über zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Von Zuwächsen bei den Ausleihungen und im Bauspargeschäft konnte sie ebenfalls berichten. Das Kreditvolumen stieg um mehr als zehn Prozent, und auch die Bausparproduktion legte im zweistelligen Bereich zu. Insgesamt schrumpfte das Jahresergebnis um rund 25 Prozent, zum Teil bedingt durch rückläufige Provisionen. Trotzdem seien sowohl das Eigenkapital als auch die stillen Reserven angemessen dotiert worden.

Aus dem Jahresüberschuss von 127.541 Euro erhalten die 2600 Mitglieder wie in den Vorjahren eine Dividende in Höhe von 5,12 Prozent, die deutlich über dem derzeitigen Zinsniveau liegt.

Ralf Schwegmann resümierte: „Die Bankenkrise ist das, was uns antreibt.” Die Branche stehe vor einem Scherbenhaufen, nicht jedoch die Genossenschaftsbanken. Er schilderte ausgiebig, wie es zu der weltweiten Krise kommen konnte und bezeichnete die Mitteilung der Bundeskanzlerin über die Garantie der Spareinlagen als „wichtigsten Satz des Jahres”.

Kritisch forderte er, dass der Staat seine „den Wettbewerb verzerrenden Maßnahmen” beende. „Es kann nicht sein, dass Banken, die auf das Geld der Steuerzahler angewiesen sind, ihre Dienstleistungen kostenlos anbieten und mit utopischen Zinskonditionen um sich werfen.” Den Kunden gab er mit auf den Weg „Mache nur die Geschäfte, die Du verstanden hast und die Du Dir leisten kannst.”

Schwegmann wies auch auf das soziale Engagement der Bank hin, das sich auf die Region Aldenhoven-Linnich erstreckt. Vereine, Institutionen und ehrenamtlich engagierte Bürger dieses Raumes profitieren davon. So wurden 2008 insgesamt 20000 Euro für soziale, kulturelle und jugendpflegerische Zwecke ausgeschüttet.

In den Aufsichtsrat wurden die Mitglieder Erich Gierkens, Norbert Pinell und Dr. Josef Ritterbeck einmütig wiedergewählt.
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